Grüner Wasserstoff: Uniper und Siemens Energy planen Wasserstoff-Megaprojekt in Hamburg
Berlin. Die Herstellung von grünem Wasserstoff könnte schon bald in industrielle Größenordnungen vorstoßen. Uniper und Siemens Energy planen am Standort Hamburg-Moorburg ein entsprechendes Großprojekt. „Wir müssen beim Thema Wasserstoff endlich den Labormaßstab hinter uns lassen. Mit unserem Projekt stoßen wir in eine neue Dimension vor“, sagte Uniper-Chef Andreas Schierenbeck dem Handelsblatt.
Die Projektpartner bezeichnen ihr Vorhaben als „Zukunftskraftwerk“. Ziel ist es einerseits, aus überschüssigem Windstrom per Elektrolyse Wasserstoff herzustellen. Andererseits soll mit einem Teil des überschüssigen Stroms Wärme erzeugt und in einem Hochtemperaturspeicher gelagert werden.
Wärme und Wasserstoff sollen Industriekunden zur Verfügung gestellt werden. Ein Teil des Wasserstoffs soll außerdem in einer Turbine zur Stromproduktion eingesetzt werden können. Wasserstoff, der durch Elektrolyse mittels Strom aus erneuerbaren Quellen hergestellt wird, ist klimaneutral.
Er gilt als wichtiger Baustein, um dem Ziel der Klimaneutralität näherzukommen. Er ist überall dort unverzichtbar, wo man allein mit Strom aus erneuerbaren Quellen bei der Dekarbonisierung nicht weiterkommt, etwa beim Hochofenprozess zur Stahlherstellung oder in einigen Bereichen der Chemieindustrie. Aber auch im Flug- und Schwerlastverkehr wird grüner Wasserstoff künftig eine wichtige Rolle spielen.