Hessenwahl: Boris Rhein – das ist der neue Aufsteiger der CDU
Rhein hat in den vergangenen Monaten versucht, gute Laune zu verbreiten.
Foto: IMAGO/EibnerBerlin. Wenn an diesem Donnerstag die Ministerpräsidenten zu ihrer Jahreskonferenz in Frankfurt am Main zusammentreffen, wird der neue Vorsitzende seine Gäste nicht nur als Regierungschef des Landes Hessen begrüßen – sondern als Wahlsieger, der sich souverän gegen eine Bundesministerin – Nancy Faeser von der SPD – durchgesetzt hat. Boris Rhein weiß, dass Erfolg als Währung im Politikbetrieb von unschätzbarem Wert ist.
Der gelernte Jurist wird künftig nicht nur als Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz gemeinsamen mit dem Bundeskanzler Ergebnisse verkünden und so eine gewichtige Rolle in der Bundespolitik spielen. Auch in der CDU wird er den künftigen Kurs maßgeblich prägen.
Im Terminkalender stand schon vor dem Wahlabend für Montagfrüh der erste Flug nach Berlin, um sich im Konrad-Adenauer-Haus Blumen, Lob und Jubel von Vorstand und Präsidium der Partei abzuholen.
Rhein hat in den vergangenen Monaten versucht, bei seinen Wahlkampfterminen gute Laune zu verbreiten und jung zu wirken. Ganz gleich ob im Freizeitpark beim Hinabrauschen in einer Wildwasserbahn, in luftiger Höhe eines Kettenkarussells oder nach der wackeligen Passage über die längste Hängebrücke Deutschlands in mehr als 600 Meter Höhe über dem Willinger Tal – stets lachte er, gab er sich jugendlich, trug das Hemd ohne Krawatte und produzierte so das Bild einer frischen CDU.