Interview: Armin Laschet: „Wir brauchen einen höheren CO2-Preis“
Der Kanzlerkandidat der Union kündigt einen Kurswechsel in der Energiepolitik an.
Foto: imago images/Lopata/axentis.deBerlin. Mit einem 100-Tage-Programm will Armin Laschet vor allem Planungs- und Genehmigungsverfahren deutlich vereinfachen und es ebenso ermöglichen, dass Gründer ihr Unternehmen an einem Tag anmelden können. „Dinge beschleunigen und trotzdem alle Regeln einhalten: Das sollte in der Präambel eines jeden Koalitionsvertrags stehen“, kündigte der 60-Jährige im Gespräch mit dem Handelsblatt an und fordert: „Politik muss sich zurücknehmen und darauf beschränken, den Rahmen zu setzen.“
Wenn es nach dem CDU-Vorsitzenden geht, werden die Menschen in zehn Jahren nach Belieben in der Stadt oder auch auf dem Land gut arbeiten können. Vor allem aber werden sie wieder selbst mehr entscheiden – und es nicht dem Staat überlassen. „Wir haben die digitale Infrastruktur so ausgebaut, dass die Menschen von jedem Ort im Land arbeiten können. Die Verwaltung arbeitet digital. Wir haben ein Klima, in dem noch mehr Forscher ihre Ideen aus den Hochschulen in unternehmerische Aktivitäten und neue Arbeitsplätze umsetzen“, skizzierte der Kanzlerkandidat der Union seine Idee von einem Deutschland im Jahr 2030.