Kanzlerkandidatur: Machtkampf in der Union: Diese Auswege gibt es für Laschet und Söder
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Nordrhein-Westfalens Regierungschef Armin Laschet: Basis gegen Funktionäre?
Foto: via REUTERSBerlin. Einig sind sich Unionspolitiker derzeit nur in einem Punkt: Der Machtkampf zwischen Armin Laschet und Markus Söder um die Kanzlerkandidatur muss schnell geklärt werden. Ansonsten droht die Union noch größeren Schaden zu nehmen als ohnehin schon.
Doch bisher ist keine Lösung in Sicht. Der CDU-Chef und der CSU-Vorsitzende beharren weiterhin darauf, bei der Bundestagswahl als Spitzenkandidat anzutreten. In der Union herrscht Ratlosigkeit. Das Handelsblatt nennt fünf Optionen, die nun zur Lösung des Konflikts diskutiert werden.
Option eins: Söder zieht zurück
Vielen in der Union gilt es noch immer als das wahrscheinlichste Szenario: CSU-Chef Söder zieht seine Bewerbung um die Kanzlerkandidatur zurück und unterstützt den CDU-Vorsitzenden Laschet.
Damit hatte die CDU-Spitze eigentlich schon am vergangenen Montag gerechnet. Nachdem sich Parteipräsidium und Bundesvorstand hinter Laschet gestellt hatten, gingen alle in Berlin davon aus, dass Söder in München seinen Verzicht verkündet. Schließlich hatte er zuvor erklärt, nur anzutreten, wenn die CDU bereit sei, ihn zu unterstützen.
Doch dann kam es anders, Söder beharrte auf seiner Kandidatur, und in der Union entbrannte ein erbitterter Machtkampf. Auch nach Tagen des Ringens ist nicht erkennbar, wie Söder ans Ziel kommen will. Zwar hat er Unterstützer in der Unionsfraktion und in CDU-Landesverbänden, aber die CDU-Führung steht weiterhin hinter Laschet.