Kevin Kühnert: In der SPD wächst die Kritik am Generalsekretär
Berlin. Als Kevin Kühnert (SPD) am Tag der Europawahl um kurz nach 18 Uhr vor die Kameras tritt, hat sich der SPD-Generalsekretär bereits eine Kernbotschaft für den restlichen bitteren Wahlabend zurechtgelegt: „Wir gewinnen zusammen, wir verlieren zusammen“, sagt er.
Es ist ein Satz, um den Kanzler zu schützen, aber auch sich selbst. Genützt hat ihm der Satz nicht. Kühnert ist für viele in der SPD der Hauptschuldige für die historische Wahlniederlage. Zu viel ist schiefgelaufen. Im Wahlkampf, für den Kühnert erstmals als Generalsekretär verantwortlich zeichnete. Aber auch danach, als er die Schuld für die Niederlage vor allem bei den Koalitionspartnern suchte.
Bei der Europawahl sollte sich Kühnert bewähren
Offiziell fordert niemand in der SPD Kühnerts Rücktritt. Doch hinter vorgehaltener Hand stellen einige die Frage, ob der Berliner noch der Richtige im Amt ist. Oder ob ihm zumindest nicht die Federführung für die Bundestagswahlkampagne entzogen werden sollte.