Mobilität: Neue E-Auto-Prämie soll rückwirkend ab Jahreswechsel gelten
Berlin. Die Bundesregierung will, dass sich künftig mehr Menschen für den Kauf eines elektrisch betriebenen Fahrzeugs entscheiden. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) wollte an diesem Freitagmorgen die konkreten Förderbedingungen bekannt geben.
Doch nun wurde die anberaumte Pressekonferenz kurzfristig abgesagt und auf Montag verschoben. Man müsse „noch letzte Detail-Abstimmungen innerhalb der Bundesregierung vornehmen“, teilte das Umweltministerium mit.
Für den Umweltminister und die schwarz-rote Koalition ist das unangenehm. Schließlich waren am Freitagmorgen bereits die Eckpunkte von Schneiders Konzept bekannt geworden. Nach Informationen des Handelsblatts soll die Kaufprämie rückwirkend für E-Autos gelten, die seit dem Jahreswechsel neu zugelassen wurden. Je nach Einkommen, Familienstand und weiteren Kriterien sollen demnach Zuschüsse zwischen 1500 und 6000 Euro möglich sein.
Schneider hatte im Gespräch mit der „Bild“-Zeitung bereits gesagt: „Die Mittel reichen für geschätzt 800.000 Fahrzeuge in den nächsten drei bis vier Jahren.“ Er sehe das Programm als Anschub für die heimische Branche, die starke Elektroautos im Angebot habe, sagte der SPD-Politiker. Kurz nach Veröffentlichung der Zitate musste Schneider dann seine Pressekonferenz absagen.