Klimaneutralität: Startschuss für „H2 Global“: Bund fördert globale Wasserstoff-Produktion mit knapp einer Milliarde Euro
Das Projekt wird mit Bundesmitteln ausgestattet. Das Ziel, globale Wasserstoff-Lieferketten aufzubauen, rückt damit in greifbare Nähe.
Foto: dpaBerlin. Mit dem vom Bundestag beschlossenen Nachtragshaushalt kann das Projekt „H2 Global“ wahrscheinlich noch in diesem Jahr die Arbeit aufnehmen. Bewilligt wurden 900 Millionen Euro. Im Nachtragshaushalt wurde eine Mittelstreckung auf zehn Jahre genehmigt. Das soll dem Projekt mehr Spielraum bieten.
Mit dem Beschluss des Haushaltsausschusses zur Bereitstellung der Mittel sei der Weg für die Realisierung des „H2 Global“-Programms frei, sagte Werner Diwald, Chef des Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verbands (DWV). Nach den Worten Diwalds können nun bis zu 500 Megawatt (MW) an Elektrolyseuren zur Produktion von grünem Wasserstoff im Umfang von 40.000 Tonnen pro Jahr realisiert werden.
Er bezeichnete die Entscheidung als „wichtigen Meilenstein für den industriellen Hochlauf der deutschen Wasserstoffindustrie“ und für den Aufbau internationaler Wasserstoff-Energiepartnerschaften.
Aus dem Wirtschaftsministerium hieß es, die Zusammenarbeit mit Drittstaaten zur Umsetzung der Wasserstoffstrategie spiele eine wichtige Rolle, da Deutschland den prognostizierten Bedarf an grünem Wasserstoff nicht allein durch die heimische Produktion werde decken können.
Die Förderung ist Bestandteil der vom Bundeswirtschaftsministerium angestoßenen IPCEI-Projekte im Bereich Wasserstoff. IPCEI steht für „Important Projects of Common European Interest“. Für Vorhaben, die von der EU-Kommission entsprechend eingestuft wurden, können die EU-Staaten großzügige Fördermöglichkeiten anbieten. Auch in den Bereichen Mikroelektronik und Batteriezellfertigung arbeitet das Bundeswirtschaftsministerium mit diesem Instrument.