Klimawandel: Streusalz im Juli, Klimaanlagen für Brücken: So schützt Europa seine Infrastruktur vor der Hitze
Durch große Hitze hat sich auf der Autobahn 5 in der Nähe der Anschlussstelle Heidelberg/Schwetzingen der Fahrbahnbelag am Ende einer Baustelle am 02.07.2015 um rund 30 Zentimeter angehoben.
Foto: dpaBerlin. Fahrbahnen können sich bei mehr als 30 Grad Außentemperatur aufwölben oder brechen. Man spricht dann von „Blow-ups“. In der Vergangenheit kam es im Sommer immer mal wieder zu Unfällen, Automobilclubs mahnten zur Vorsicht. Doch der ADAC gab am Dienstag Entwarnung: „Blow-ups sind kein so großes Thema mehr“, sagte eine Sprecherin. Auf älteren Autobahnabschnitten mit Betonbelägen, etwa der A92 in Bayern, seien in den vergangenen Jahren „Hitzeschnitte“ gemacht worden, um das Material bei großer Hitze zu entlasten.
Vorsicht ist aber dennoch geboten, etwa 30 Prozent der deutschen Autobahnen haben einen Betonbelag. Die Autobahnmeistereien waren am Dienstag angehalten, „mehrmals am Tag“ sensible Streckenabschnitte auf eventuelle Schäden zu kontrollieren.
Der Autobahn GmbH zufolge stellten die Arbeitgeber ihren Mitarbeitenden in den Autobahnmeistereien dafür „Kopfbedeckungen mit breiter Krempe, zusätzliche Nackenteile für Helme, Sonnencreme sowie Oberbekleidung mit einem hohen Lichtschutzfaktor“ zur Verfügung.
Bis zum Abend war von größeren Problemen nichts bekannt. „Tagesaktuell wurden keine Hitzeschäden an den Strecken der Autobahnen gemeldet“, teilte die Autobahn GmbH auf Anfrage mit.