Koalitionsvertrag: Energiewende soll billiger und effizienter werden
Berlin. Die potenziellen Koalitionäre wollen bei der Energiewende die Kosteneffizienz in den Mittelpunkt rücken. Dazu wollen sie ein Monitoring in Auftrag geben, um sich bis zur Sommerpause 2025 ein Bild vom zu erwartenden Strombedarf, vom Stand der Versorgungssicherheit und des Netzausbaus sowie vom Stand des Ausbaus der erneuerbaren Energien zu machen.
Man stehe für eine konsequente Ausrichtung aller Bereiche auf Bezahlbarkeit, Kosteneffizienz und Versorgungsicherheit, heißt es im Koalitionsvertrag. Der Begriff „Klimaschutz“ fehlt in dieser Aufzählung.
Weiter heißt es in dem Dokument: „Unser Ziel sind dauerhaft niedrige und planbare, international wettbewerbsfähige Energiekosten.“ Gleichwohl bekennen sich die künftigen Koalitionspartner zum Ziel der Klimaneutralität im Jahr 2045.
Energiebranche und Industrie loben die Akzentsetzung. Kerstin Andreae, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), sagte: „Angesichts der wachsenden geopolitischen Unsicherheiten muss es in den kommenden Jahren darum gehen, Resilienz und Versorgungssicherheit in Deutschland und Europa zu stärken und Energie bezahlbar zu halten.“