Pandemie-Profiteure: Millionen aus der Maskenaffäre: Das haben die Unions-Politiker mit ihren Corona-Provisionen gemacht
Die Maskenaffäre setzte den Unionsparteien zu.
Foto: HandelsblattDüsseldorf. Mehrere Abgeordnete von CDU und CSU vermittelten Maskengeschäfte an Landes- und Bundesministerien – und kassierten dafür hohe Honorare. Insgesamt sollen sich die Provisionen der Abgeordneten auf 11,5 Millionen Euro belaufen.
Die Maskenaffäre hatte für sie alle juristische, politische und finanzielle Konsequenzen. Wessen politische Karriere am Ende ist und wer weitermacht – ein Überblick.
Georg Nüßlein (ehemals CSU): 660.000 Euro
Wie war Nüßlein in der Maskenaffäre involviert?
Ein Konto des ehemaligen stellvertretenden Unionsfraktionsvorsitzenden machte die Maskenaffäre quasi publik. Ermittlern aus Liechtenstein war eine Überweisung auf sein hiesiges Privatbankkonto aufgefallen. Daraufhin meldeten sie dies der Münchener Generalstaatsanwaltschaft, die nach Aufhebung von Nüßleins Immunität Untersuchungen aufnahm.
Nüßlein soll einen Hersteller von Atemschutzmasken an mehrere Ministerien – darunter das Bundesgesundheitsministerium – und die Bayrische Staatsregierung vermittelt haben. Die Geschäfte liefen über die Tectum Holding GmbH, seine Beratungsfirma.
Wie viel Geld hat Nüßlein mit dem Maskengeschäft gemacht?
Laut dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“ erhielt er eine Provision von 660.000 Euro. Eigentlich war ein Volumen von 1,2 Millionen Euro geplant gewesen, doch die Liechtensteiner Bank stoppte die Zahlung. Das Geld soll den „Spiegel“-Berichten zufolge von einer Offshore-Firma des Unternehmers Thomas L. geflossen sein. Er muss sich nun wegen der Bestechung von Mandatsträgern verantworten und befand sich zwischenzeitlich in Untersuchungshaft.