Spritpreise Deutschland: Warum Diesel in vielen Regionen teuer bleibt
Europas Raffinerien können zwar die Nachfrage nach Superbenzin decken, nicht aber die nach Dieselkraftstoff.
Foto: ReutersBerlin. Den Beginn des Ukrainekriegs haben auch die Autofahrer in Deutschland an der Zapfsäule gespürt: Nach dem russischen Überfall sind die Notierungen für Rohöl auf bis zu 130 Dollar pro Fass gestiegen. Und in der Folge verteuerten sich die Spritpreise an den Tankstellen immens.
Mittlerweile haben die weltweiten Rezessionserwartungen für Entspannung gesorgt. Die Preise für Rohöl liegen wieder auf dem Vorjahresniveau. Der Kraftstoff Super E5 kostete 2022 zu Beginn der 50. Kalenderwoche zwar noch gut vier Prozent mehr als vor einem Jahr, war aber wieder günstiger als bei Kriegsbeginn Ende Februar.
Für Diesel dagegen mussten Autofahrer im Dezember 2022 noch rund 16,5 Prozent mehr bezahlen als vor einem Jahr. „Dieser deutliche Unterschied zwischen den beiden Kraftstoffen erklärt sich dadurch, dass Europas Raffinerien zwar die Nachfrage nach Super decken können, aber nicht die nach Diesel“, heißt es dazu in einer Studie des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), die dem Handelsblatt vorliegt.