Wüst, Rhein, Günther: Die Alternativen zu CDU-Chef Friedrich Merz
Die Ministerpräsidenten von Hessen und Nordrhein-Westfalen kennen sich noch aus ihren Zeiten in der Jungen Union.
Foto: dpaWillingen, Berlin. Das Stahlungetüm spannt sich mehr als 600 Meter über das Willinger Tal, schaukelt im Wind und Nieselregen wie ein Schiff auf schwerer See, schwingt wie ein Trampolin auf und ab und öffnet mit seinem Gitterboden den Blick hinab in die Tiefe.
„Hendrik“ und „Boris“, wie sich die beiden Ministerpräsidenten freundschaftlich duzen, marschieren unerschrocken lächelnd los auf die längste Hängebrücke Deutschlands, den „Skywalk“, lassen sich von Fotografen und Kameraleuten ablichten und kehren auffällig frohgemut von der Mutprobe zurück.
„Ich habe keine Höhenangst, ich bin sturmerprobt“, gibt sich Hendrik Wüst aus Nordrhein-Westfalen souverän. „Das hat was“, sagt Boris Rhein aus Hessen sichtlich beeindruckt. Und Wüst witzelt mit den Journalisten: „Wir sind die Skywalker.“
Die beiden CDU-Ministerpräsidenten führen Wahlkampf. Rhein lenkt seit einem Jahr die Geschicke in Hessen und muss sich im Oktober zur Wahl stellen. Wüst regiert das bevölkerungsreichste Bundesland und zugleich den größten Landesverband der CDU. Er hat den Vorsitzenden Friedrich Merz herausgefordert und so die Partei mächtig in Bewegung gebracht.