Ballon-Vorfall: „Sie sollen verstehen, was wir erlebt haben“ – USA arbeiten an Bündnis gegen China-Spionage
Das Flugobjekt wurde am Samstag abgeschossen.
Foto: dpaWashington. Die US-Regierung tauscht sich mit internationalen Partnern über ein gemeinsames Vorgehen nach dem Abschuss eines mutmaßlichen chinesischen Spionageballons aus. Zuvor hatten die USA erklärt, dass China in der Vergangenheit auch über anderen Kontinenten Späh-Ballons eingesetzt habe, unter anderem über Europa.
„Wir haben uns in den vergangenen Tagen mit vielen gleichgesinnten Ländern beraten“, sagte Ned Price, Sprecher des US-Außenministeriums, am Montag. „Wir möchten, dass sie verstehen, was wir erlebt haben.“ Auch andere Regionen der Welt seien solchen Verletzungen ihrer Souveränität ausgesetzt. „Wir halten es in erster Linie für wichtig, dass wir so viel Informationen wie möglich teilen“, sagte Price.
Am Samstag hatte das US-Militär ein chinesisches Flugobjekt abgeschossen, das zuvor mehrere Tage lang in 18 Kilometer Höhe durch den US-Luftraum geflogen war. Die USA werfen China vor, mit dem Ballon militärisch sensible Informationen ausgespäht zu haben. China weist die Vorwürfe zurück und spricht von einem zivilen Forschungsballon, der durch starke Winde abgetrieben worden sei.