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EuropaWadephul sagt Türkei neuen Anlauf für EU-Beitritt zu

Die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei sind faktisch seit 2018 eingefroren. Bundesaußenminister Wadephul plädiert dafür, die Gespräche wieder aufzunehmen. 28.11.2025 - 11:25 Uhr Artikel anhören
Treffen in Berlin: Bundesaußenminister Johann Wadephul (r, CDU) und der türkische Außenminister Hakan Fidan nach der gemeinsamen Pressekonferenz. Foto: Soeren Stache/dpa

Berlin. Bundesaußenminister Johann Wadephul hat der Türkei einen neuen Anlauf zum Beitritt in die Europäische Union in Aussicht gestellt. „Es ist jetzt an der Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen“, sagte Wadephul bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem türkischen Außenminister Hakan Fidan am Freitag in Berlin.

Die Türkei habe sich in zahlreichen Feldern „zu einem zentralen Partner“ entwickelt, sagte Wadephul und nannte dabei auch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und den Konflikt im Gazastreifen.

Fidan betonte bei der Pressekonferenz laut offizieller Übersetzung: „Die Europäische Union bleibt das strategische Ziel der Türkei, wir werden alle Voraussetzungen entsprechend zu erfüllen suchen.“ Dass die EU für die Aufnahme von Staaten Kriterien habe, sei kein Problem.

„Man muss die Spielregeln einhalten“, sagte Fidan. Allerdings gebe es in den Verhandlungen derzeit eine Stagnation, die Kapitel müssten jetzt wieder aufgemacht und die Beziehungen der EU zur Türkei wieder normalisiert werden, forderte er.

Wadephul sagte, es liege im Interesse Deutschlands, „die Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Union und der Türkei zu stärken“. Die Kopenhagener Kriterien der EU zu Demokratie, Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit seien allerdings „nicht verhandelbar“. Die Kriterien blieben „als Voraussetzung verbindlich“.

EU seit 1999 Beitrittskandidat

Wenn die Türkei als Nato-Partner in die EU streben wolle, „dann wird sie in Deutschland einen verlässlichen und freundschaftlichen Partner haben“. Es liege jetzt an der Türkei, „zu unterstreichen, dass sie diesen Weg vorangehen will“. Aber auch die EU müsse „auf die Türkei zugehen und den Gesprächskanal stärken“, mahnte Wadephul.

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Bei einem Treffen mit seinem türkischen Amtskollegen in Berlin hat der Bundesaußenminister neue Verhandlungen zu einem EU-Beitritt in Aussicht gestellt. Es sei an der Zeit, auf die Türkei zuzugehen und den Gesprächskanal zu stärken, sagte Wadephul.

Die Türkei erhielt bereits 1999 den Status als EU-Beitrittskandidat. Die offiziellen Beitrittsverhandlungen wurden 2005 aufgenommen, liegen aber seit 2018 faktisch auf Eis. Die Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan steht wegen ihres Umgangs mit der Opposition und auch den Medien zunehmend in der Kritik.

rtr
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