Friedrich Merz: Diese Strategie verfolgt der CDU-Kanzlerkandidat in Brüssel
Berlin, Brüssel. Gleich seine erste Reise als Kanzlerkandidat führte Friedrich Merz nach Brüssel. Mitte September nahm der CDU-Chef an einem Treffen der Europäischen Volkspartei (EVP) teil. Anwesend waren die Größen der europäischen Christdemokraten: EVP-Fraktionsvorsitzender Manfred Weber, Parlamentspräsidentin Roberta Metsola, mehrere EU-Kommissare und Europaabgeordnete.
„Fast alle kamen und waren sehr beeindruckt“, berichtet ein Teilnehmer der zweistündigen Diskussionsrunde. „Merz kam sehr gut an“, sagt ein anderer. Viele hätten ein Foto mit ihm machen wollen. Bis Merz irgendwann gesagt habe: „Leute, wir müssen weiter.“
Mit dem Besuch wollte Merz sich in Brüssel schon einmal empfehlen. Seit dem 1. Dezember ist die neue EU-Kommission im Amt und damit beginnt auch die zweite Amtszeit der Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU). Es wird für sie eine Amtszeit der Konservativen und damit auch für den Vorsitzenden der größten und einflussreichsten Partei in der EVP: der CDU mit Friedrich Merz.
Die Umstände für Merz sind günstig: 14 der 27 Kommissare und Kommissarinnen sind wie Merz Mitglied der europäischen Konservativen. Auch im Parlament bilden die Konservativen die stärkste Fraktion. Und in den Mitgliedsstaaten regieren längst überwiegend konservative Staats- und Regierungschefs, die Merz bewusst bei jeder Gelegenheit trifft – auch in Brüssel.