Geopolitische Spannungen: Taiwan, Russland und neue Sanktionen: Das sind die fünf größten Streitpunkte zwischen China und den USA
Beim G20-Gipfel in Indonesien zeigten sich beide Länder gesprächsbereit.
Foto: dpaPeking. Der Eklat um ein chinesisches Flugobjekt im US-Luftraum belastet das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen den USA und China schwer. US-Außenminister Anthony Blinken sagte seine für Sonntag geplante Reise nach Peking kurzfristig ab. Dabei hatten sich die beiden Großmächte zuvor zugesichert, angesichts der zahlreichen Streitthemen, Gesprächskanäle offen zu halten.
Die US-Regierung begründete die Absage des Besuchs mit dem „chinesischen Überwachungsballon“ über US-Gebiet. China wies die Spionagevorwürfe zurück und betonte es handle sich um ein ziviles Luftschiff zu Forschungszwecken. Die kurzfristige Absage von Blinkens Reise nach Peking zeigt, wie schlecht die Beziehungen zwischen den USA und China derzeit sind. Es wäre der erste Besuch eines US-Außenministers in China seit 2018 gewesen.
Außenpolitik-Experte Richard Haass kritisierte die Absage der Reise. Gerade jetzt sei es wichtig, mit China zu sprechen, betonte der Präsident des US-Thinktanks Council on Foreign Relations gegenüber dem TV-Sender CNN. Jude Blanchette vom US-Thinktank Center for Strategic and International Studies (CSIS) sagte, Ziel der bilateralen Gespräche müsse es sein, „diesen kalten Krieg schnellstens in eine Phase der Entspannung zu bringen und eine Kuba-Krise zu vermeiden“ .