Klimawandel: So rettet Amerika seine Großstädte vor der Hitze
Ein Mann kühlt sich mit einem Wasserzerstäuber am Las Vegas Strip ab. Der Süden der USA ächzt unter extremer Hitze.
Foto: dpaWashington, San Francisco. Der Klimawandel bedroht die Großstädte. Weiter steigende Temperaturen könnten viele Metropolen der Welt künftig unbewohnbar werden lassen, warnen Experten. In den USA will man deshalb nun drastisch umsteuern. Klima-Manager mit weitreichenden Befugnissen sollen in Phoenix, Los Angeles, New York und anderswo urbane Räume neu erfinden. Die sogenannten „Chief Heat Officer“ (CHO) entwickeln Konzepte, um das Schreckensszenario von lebensfeindlichen, glutheißen Geisterstädten zu verhindern.
Es müssen nicht Temperaturen von 55 Grad Celsius sein, wie derzeit im kalifornischen Death Valley gemessen werden. Aber angesichts immer neuer Temperaturrekorde drängt die Debatte um die Zukunft der Großstädte immer stärker ins öffentliche Bewusstsein.
Werden die Menschen aus den Citys in die Provinz fliehen, wo ein kühlerer Wind weht, wo Bäume und Felder sich nicht so aufheizen wie Asphalt und Hochhäuser? Stehen die Städte vor einem wirtschaftlichen und sozialen Niedergang von historischer Dimension? Und wird dieser Niedergang mit einer gewaltigen Implosion der Immobilienpreise beginnen?
Klimawandel: Immer mehr Hitzemanager in den USA
Die studierte Stadtplanerin Jane Gilbert startete 2021 als weltweit erste „Chief Heat Officer“ in Miami-Dade County, einem Ballungsraum mit 2,6 Millionen Einwohnern, der Teil der Metropolregion Miami ist.