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Libyen-Krise Frankreich unterstützt Haftar in Libyen nicht

Der französische Präsident Emmanuel Macron wehrt sich gegen den Vorwurf, Haftar in Libyen zu unterstützen. Er kritisiert stattdessen Russland und Türkei für ihr Vorgehen.
30.06.2020 - 07:57 Uhr Kommentieren
Deutschland und Frankreich seien viel mehr an Stabilität in dem nordafrikanischen Land interessiert. Quelle: Reuters
Emmanuel Macron

Deutschland und Frankreich seien viel mehr an Stabilität in dem nordafrikanischen Land interessiert.

(Foto: Reuters)

Meseberg Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich gegen den Vorwurf gewehrt, dass sein Land den abtrünnigen libyschen General Chalifa Haftar unterstützt. Dies sei nicht der Fall, sagte Macron am Montag nach einem gemeinsamen Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel in Meseberg. Deutschland und Frankreich seien viel mehr an Stabilität in dem nordafrikanischen Land interessiert und hätten daran in den vergangenen Jahren zusammen gearbeitet. Haftar habe seine Militäroffensive im April 2019 in „absoluter Nichtübereinstimmung mit Frankreich“ begonnen.

Zugleich kritisiert Macron Russland und vor allem die Türkei dafür, dass sie sich nicht an das vereinbarte Waffenembargo für Libyen hielten, wo längst ein Stellvertreterkrieg tobe. „Ich habe Putin gesagt, dass ich die Aktionen der Wagner-Söldner verurteile“, sagte Macron zu einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vor wenigen Tagen. Putin „spiele“ damit, private Söldner in dem Land einzusetzen.

Aber der größte ausländische Akteur in dem Bürgerkrieg sei die Türkei, die das auch offen zugebe. Macron warf dem Nato-Land nicht nur ein direktes militärisches Eingreifen in Libyen, sondern auch den Import von islamistischen Kämpfern aus Syrien vor. „Das ist inakzeptabel und bedeutet eine Bedrohung für Europa“, sagte er. Denn die türkische Regierung bringe Terroristen an den Südrand Europas, was auch eine Gefahr für die nordafrikanischen Nachbarstaaten Libyens darstelle.

Mehr: In Nordafrika verhärten sich die Fronten. Jetzt schalten sich Deutschland, Frankreich und Italien ein – doch für ein wirksames Eingreifen könnte es längst zu spät sein.

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