Milliardär als Meinungsmacher: Die US-Regierung hat Elon Musk groß gemacht – jetzt wird er ihr zu mächtig
In Washington wächst die Sorge vor dem Einfluss des Tech-Milliardärs.
Foto: APWashington. Ohne Elon Musk und sein Raketen-Unternehmen Space X hätten die USA vielleicht nicht die Dominanz im Weltraum zurückerobert, vermutlich wären sie auch auf dem Markt der Elektroautos längst von China abgehängt. Doch mittlerweile vermutet man in der Regierung von Präsident Joe Biden: Ohne Musk hätten die USA womöglich auch ein Problem weniger.
Denn Musks Vermögen, seine globalen Beziehungen und seine Unternehmen wachsen rasant – zuletzt durch die Übernahme des weltweit erfolgreichsten Kurznachrichtendienstes Twitter Ende vergangener Woche. Und je stärker Reichweite und Einfluss des reichsten Manns der Welt zunehmen, desto mehr sorgt man sich in Washington über eine mögliche Übermacht des Serien-Unternehmers.
Die linke Senatorin Elizabeth Warren und viele andere US-Politiker haben den Twitter-Deal als „Gefahr für die Demokratie“ bezeichnet. Er sei eine „loose canon“, eine tickende Zeitbombe, „die total unberechenbar ist“, zitierte der Sender CNN einen hochrangigen US-Verteidigungsbeamten. Das gelte nicht nur für seine politischen Meinungen, die Musk regelmäßig verkündet. Vielmehr könnten auch Bereiche der nationalen Sicherheit gefährdet sein, in denen Musk mit der Regierung zusammenarbeitet.