Iran-Proteste: Münchner Sicherheitskonferenz lädt iranischen Außenminister aus
Syriens Armee erklärt Kontrolle über weitere Orte bei Aleppo
Die syrische Armee hat nach eigenen Angaben die Kontrolle über wichtige Orte nahe der nordsyrischen Stadt Aleppo von kurdischen Kräften übernommen. Nach tödlichen Gefechten in der Stadt Aleppo war es auch in den Gebieten um Deir Hafir und Maskana in den vergangenen Tagen zu Spannungen und Angriffen gekommen. In der Nacht hatten die kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) schließlich angekündigt, sich von den Frontlinien östlich von Aleppo zurückzuziehen.
Regierungstruppen seien nun in Deir Hafir im Einsatz, um die Lage zu sichern und Landminen zu räumen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana. Die SDF kritisierten jedoch das Vorgehen der Armee. Regierungstruppen seien in beide Orte eingedrungen, bevor der Abzug der SDF abgeschlossen gewesen sei, hieß es in einer Erklärung auf X. Sie warfen der Übergangsregierung vor, eine „äußerst gefährliche Situation mit möglicherweise ernsten Folgen“ geschaffen zu haben.
Die syrische Armee hatte in den betroffenen Gebieten zuvor SDF-Stellungen angegriffen. Anwohner in der Nähe von Deir Hafir berichteten von heftigem Artillerie- und Raketenbeschuss. Die angegriffenen Orte seien als Militärbasen anzusehen, die von den SDF und ihren Verbündeten genutzt würden, hieß es als Erklärung von der Armee.
Irans Sicherheitsbehörden gestatten wieder Nutzung von SMS
Im Iran bleibt der Zugang zum globalen Internet den zehnten Tag in Folge gesperrt. Seit Samstag können Iranerinnen und Iraner in dem Land mit rund 90 Millionen Menschen aber erstmals wieder per Mobilfunk SMS-Textnachrichten versenden, wie Bewohner aus der Hauptstadt Teheran berichteten. Aus dem Ausland versendete SMS kommen im Iran nicht an.
Bislang waren alle Messenger-Dienste gesperrt. Als Folge der neuen Regelung können Menschen auch wieder Online-Banking nutzen. Dafür ist immer eine Zwei-Faktor-Autorisierung per SMS notwendig. Seit vergangenem Wochenende können Nutzer auch auf das nationale Intranet zugreifen. Dies erlaubt, ausschließlich staatlich kontrollierte Webseiten zu verwenden. Dienste aus dem Ausland bleiben blockiert.
Unterdessen wachsen die Sorgen, dass das globale Internet im Iran noch lange gesperrt bleibt. Das Exilportal „Iranwire“ berichtete am Freitag, die Blockade könnte bis zum persischen Neujahrsfest Ende März andauern.

Menschenrechtsgruppe: Über 3000 Tote bei Iran-Protesten

Tony Blair übernimmt Rolle für Übergang in Gaza
US-Präsident Donald Trump hat den ehemaligen britischen Premierminister Tony Blair in ein Gremium berufen, das die Ziele des „Friedensrats“ von Trump im Gazastreifen umsetzen soll. Zu dem Gründungsvorstand (founding Executive Board) gehören nach Angaben des Weißen Hauses auch US-Außenminister Marco Rubio, Weltbank-Präsident Ajay Banga, der US-Geschäftsmann Marc Rowan, Trump-Berater Robert Gabriel sowie Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und der US-Sondergesandte Steve Witkoff. Das Gremium soll den Wiederaufbau und die Verwaltung in dem vom Krieg großflächig zerstörten Gazastreifen steuern.
Die von der US-Regierung zuvor ausgerufene zweite Phase des Friedensplans von Trump soll zu einem endgültigen Ende des Kriegs führen. Sie sieht auch die Entwaffnung der islamistischen Terrororganisation Hamas vor, was diese jedoch weiterhin ablehnt. Am Donnerstag war eine neu gebildete Übergangsregierung aus 14 palästinensischen Technokraten, die keine Verbindung zur Hamas haben sollen, erstmals in Kairo zusammengekommen. Der Bulgare und frühere UN-Nahostgesandte Nikolaj Mladenow soll künftig als Vertreter des „Friedensrats“ die Umsetzung von Trumps Friedensplan in dem Küstengebiet überwachen.
Regierungskomitee für Gazastreifen tritt in Kairo zusammen
Hinrichtungen gestoppt: Trump dankt iranischer Führung
US-Präsident Donald Trump hat der iranischen Führung dafür gedankt, dass sie Demonstranten nicht hingerichtet habe. „Ich habe großen Respekt davor, dass alle für gestern geplanten Hinrichtungen (über 800) von der iranischen Führung abgesagt wurden. Vielen Dank!“, schrieb Trump am Freitag auf seiner Plattform Truth Social.Ähnlich äußerte er sich auch gegenüber Reportern. „Der Iran hat die Hinrichtung von über 800 Menschen abgesagt“, sagte Trump, als er das Weiße Haus verließ, um das Wochenende in seinem Anwesen Mar-a-Lago in Florida zu verbringen. „Ich habe großen Respekt davor, dass sie die Hinrichtungen abgesagt haben.“
Berichte: Schiitische Milizen halfen bei Repression im Iran
Israelische Armee tötet 14-Jährigen bei Zusammenstößen nahe Ramallah
Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete über Zusammenstöße zwischen Dorfbewohnern und israelischen Einsatzkräften. Letztere hätten Schüsse abgefeuert und den Jungen dabei getötet. Demnach waren zuvor radikale israelische Siedler in ein Gebiet südlich des Dorfes, das in der Nähe der Stadt Ramallah liegt, gedrungen. Die Siedler sollen dabei laut Wafa auch auf Anwohner und deren Eigentum geschossen haben.
Trump unterstützt neue Technokratenregierung in Gaza
Kurdische Separatisten melden Angriffe auf Revolutionsgarde im Iran
Armee: Pälestinenser nach Steinewürfen in Westjordanland erschossen
Israelische Soldaten erschießen nach Armeeangaben einen Palästinenser im Westjordanland, der mit Steinen auf sie geworfen hatte. Nach palästinensischen Angaben handelt es sich um einen 14-Jährigen. Die Soldaten hätten noch Warnschüsse abgegeben, um die Person zu vertreiben, die mit einem Stein auf sie zugestürmt sei, teilen die Streitkräfte mit. Im vergangenen Jahr wurden im Westjordanland deutlich mehr Gewalttaten verzeichnet. So haben Angriffe israelischer Siedler auf Palästinenser stark zugenommen, während die Armee die Einschränkungen für Palästinenser verschärft hat.Wadephul: Deutschland steht für Friedensrat für Gazastreifen bereit
Bundesaußenminister Johann Wadephul unterstreicht die Bereitschaft Deutschlands, Verantwortung bei der weiteren Entwicklung im Gazastreifen zu übernehmen. Er erwarte, dass die Gespräche zur Bildung des Friedensrats bald aufgenommen würden und Deutschland dazu eine Einladung erhalte, sagt Wadephul in Berlin. Die zweite Phase zur Umsetzung des Friedensplans müsse nun eingeleitet werden.Internet im Iran weiter blockiert – Onlinebanking gestört
Münchner Sicherheitskonferenz lädt iranischen Außenminister wieder aus
Die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) hat ihre Einladung an den iranischen Außenminister Abbas Araghchi für die Tagung Mitte Februar widerrufen. „Vor mehreren Wochen wurde eine Einladung an einzelne Regierungsvertreter aus dem Iran ausgesprochen“, sagte ein Sprecher der Konferenz am Freitag auf Anfrage. „Angesichts der aktuellen Vorgänge wird die Münchner Sicherheitskonferenz diese Einladungen nicht aufrechterhalten.“ Zuvor hatte die Bundesregierung deutlich gemacht, dass sie eine Teilnahme Araghchis für falsch hält.Nach Schüssen Bewaffneter – Israel greift Ziele in Gaza an
Putin bietet Netanjahu Vermittlung mit Iran an
Russlands Präsident Wladimir Putin hat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu gesprochen und Vermittlung in der Krise mit dem Iran angeboten. Das teilte der Kreml in Moskau mit. Putin habe sich für politische und diplomatische Mittel ausgesprochen, um Frieden und Stabilität in der Region zu sichern, hieß es. Dies lässt sich als Kritik an einem möglichen Militärschlag der USA und Israels gegen den Iran verstehen, um die dortige Protestbewegung zu unterstützen.
„Es wurde die Bereitschaft der russischen Seite bekräftigt, weiter entsprechende Vermittlungsanstrengungen zu unternehmen, einen konstruktiven Dialog aller interessierten Staaten voranzutreiben“, teilte der Kreml mit.

Merz trifft syrischen Präsidenten am Dienstag

Putin und Netanjahu haben über Iran gesprochen

Iran beschuldigt USA der Unruhestiftung

Iran beschuldigt USA der Unruhestiftung
Der stellvertretende iranische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Gholamhossein Darzi, hat die USA bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats scharf kritisiert. Er warf der US-Regierung vor, „sich direkt an der Lenkung der Unruhen im Iran hin zu Gewalt“ zu beteiligen. „Unter dem hohlen Vorwand der Sorge um das iranische Volk und angeblicher Unterstützung der Menschenrechte versuchen die Vereinigten Staaten, sich als Freund des iranischen Volkes darzustellen - während sie gleichzeitig den Boden für politische Destabilisierung und militärische Intervention unter dem Deckmantel eines sogenannten „humanitären“ Narrativs bereiten“, erklärte Darzi.
Der iranische Diplomat kritisierte die USA zudem wegen eigener Menschenrechtsverletzungen im Umgang mit Demonstranten und verwies dabei auf die jüngste Tötung von Renee Good in Minnesota durch einen Beamten der US-Einwanderungsbehörde ICE.

Trump unterstützt neue palästinensische Technokraten-Regierung für Gazastreifen

Russland wirft den USA offene Aggression und Einmischung im Iran vor
Russland hat bei einer Sitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen in New York dem Iran seine Solidarität bekundet und den USA Einmischung vorgeworfen. Russlands UN-Botschafter Wassili Nebensja sagte, Moskau unterstütze die Ansicht Teherans, dass „feindselige äußere Kräfte versuchen, die aktuelle Situation auszunutzen, um eine Regierung zu stürzen, die sie ablehnen, und die Islamische Republik Iran als souveränen und unabhängigen Staat zu zerstören“.
Russland forderte die USA auf, „damit aufzuhören, sich als globaler Richter aufzuspielen, und ihren eskalierenden Handlungen ein Ende zu setzen“, sagte Nebensja. Moskau rief zudem die 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen dazu auf, „eine neue großangelegte Eskalation zu verhindern“.

Medien: USA verlegen Militär nach Nahost
