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Öl-EmbargoDeutsche Ölimporte aus Russland brechen um 99,9 Prozent ein

Kompensiert wurden die ausgefallen Importe mit mehr Lieferungen aus anderen Ländern. Dabei waren einige Länder besonders wichtige Erdöl-Lieferanten. 13.03.2023 - 08:47 Uhr Artikel anhören

Der Anteil Russlands an den gesamten Erdölimporten Deutschlands sank damit von 36,5 Prozent im Januar 2022 auf aktuell nur noch 0,1 Prozent.

Foto: dpa

Berlin. Nach dem Inkrafttreten der zweiten Stufe des EU-Ölembargos ist kaum noch russisches Erdöl nach Deutschland importiert worden. Im Januar kamen nur noch 3500 Tonnen an, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte.

Im Januar 2022 – dem Monat vor dem russischen Angriff auf die Ukraine - hatte die Einfuhrmenge noch bei 2,8 Millionen Tonnen gelegen. „Die Erdölimporte aus Russland kamen damit praktisch zum Erliegen“, so das Statistikamt. „Rechnerisch gingen sie um 99,9 Prozent zurück.“

Der Anteil Russlands an den gesamten Erdölimporten Deutschlands sank damit von 36,5 Prozent im Januar 2022 auf aktuell nur noch 0,1 Prozent. Insgesamt wurden zum Jahresauftakt 6,2 Millionen Tonnen Erdöl im Wert von 3,8 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Das waren mengenmäßig 20,5 Prozent und wertmäßig 9,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Der Ausfall russischen Erdöls wurde unter anderem durch höhere Importe aus Norwegen wettgemacht: Hier gab es mengenmäßig ein Plus von 44,0 Prozent auf 987.000 Tonnen im Wert von 569 Millionen Euro.

Kompensiert wurden die Ausfälle auch durch mehr Importe:

  • aus dem Vereinigten Königreich (+42,0 Prozent auf 959.000 Tonnen, 562 Millionen Euro)
  • und Kasachstan (+34,6 Prozent auf 928.000 Tonnen, 527 Millionen Euro)..

Weitere wichtige Erdöllieferanten waren zu Jahresbeginn

  • die USA mit einer Importmenge von 884.000 Tonnen im Wert von 628 Millionen Euro
  • und die Vereinigten Arabischen Emirate, aus denen 510.000 Tonnen Erdöl im Wert von 352 Millionen Euro nach Deutschland importiert wurden.

Für die Erdölimporte wurden im Januar durchschnittlich 611 Euro pro Tonne bezahlt. Damit wurde der bisherige Höchstwert vom Juni 2022 mit 796 Euro je Tonne deutlich unterschritten. Im Jahresdurchschnitt 2022 mussten 686 Euro je Tonne importierten Rohöls gezahlt werden.

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„Das war der höchste Jahresdurchschnittswert seit dem Beginn der Außenhandelsstatistik im Jahr 1950“, wie das Bundesamt betonte. Der alte Jahreshöchstwert von 644 Euro je Tonne Rohöl aus dem Jahr 2012 wurde damit deutlich übertroffen. 2021 hatte der Durchschnittswert noch bei 430 Euro je Tonne gelegen.

rtr
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