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RusslandLawrow bestreitet russische Angriffspläne gegen Grönland

Donald Trump betont öffentlich immer wieder, dass Russland und China ein Auge auf Grönland geworfen haben sollen. Moskau bestreitet das – hält sich aber mit Kritik an Trump zurück. 20.01.2026 - 12:51 Uhr Artikel anhören
Sergej Lawrow: „Zweifellos eine ernste geopolitische Situation“ Foto: Ramil Sitdikov/Pool Reuters via

Moskau. Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat den Vorwurf von US-Präsident Donald Trump zurückgewiesen, dass Russland oder China angeblich Grönland angreifen wollen. „Wir haben mit dieser Frage nichts zu tun“, sagte Lawrow in Moskau bei seiner Pressekonferenz zum Jahresauftakt.

Er zweifle nicht daran, dass auch in Washington sehr gut verstanden werde, dass Moskau und Peking keine solchen Pläne hegten. Russland beobachte die Lage. „Das ist zweifellos eine ernste geopolitische Situation“, betonte er.

Kremlsprecher Dmitri Peskow hatte noch am Vortag einen Kommentar zu den Vorwürfen eines angeblich geplanten Angriffs Russlands auf Grönland zurückgewiesen. Zugleich sagte der Vertraute von Kremlchef Wladimir Putin, dass Experten zuzustimmen sei, dass Trump mit einer Vereinigung der Insel mit den USA in die Weltgeschichte eingehe.

Lawrow zog auch Parallelen zur Annexion der Schwarzmeer-Halbinsel Krim durch Russland 2014. Die Krim sei für Russlands Sicherheit nicht weniger wichtig als Grönland für die USA. Trump behauptet, er brauche Grönland, um die Sicherheit der Vereinigten Staaten zu gewährleisten. Lawrow wies auch darauf hin, dass Trump seine eigenen moralischen Maßstäbe zur Grundlage seiner Politik mache – und nicht das internationale Recht.

Der russische Chefdiplomat betonte, dass die Völker das Recht auf Selbstbestimmung hätten. Russland hatte sich die Krim und dann auch in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine die Gebiete Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson nach international nicht anerkannten Volksabstimmungen einverleibt. Grönland selbst bezeichnete er als „koloniale Eroberung“ und „nicht natürlichen Teil“ Dänemarks.

Lawrow erklärte, dass Russland in der Arktisregion an einer Zusammenarbeit mit Anrainer-Staaten interessiert sei. In der Region schlummern riesige Rohstoffvorkommen, die die Arktis-Staaten ausbeuten wollen.

dpa
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