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Stoltenberg-NachfolgeSlowakei und Ungarn unterstützen Rutte als Nato-Chef

Der Niederländer Mark Rutte kommt der Position als Nato-Generalsekretär einen Schritt näher. Neben der Slowakei gibt auch der ungarische Ministerpräsident Orban seinen Widerstand auf. 18.06.2024 - 16:44 Uhr
Bislang wehrten sich die Slowakei, Ungarn und Rumänien gegen Mark Rutte als Nato-Chef. Foto: IMAGO/ANP

Amsterdam, Prag. Neben der Slowakei will nun auch Ungarn den Niederländer Mark Rutte als neuen Nato-Generalsekretär zu unterstützen. Dies teilte der ungarische Regierungschef Viktor Orban am Dienstag auf der Kurznachrichtenplattform X mit.

Rutte habe ihm bei einem Treffen in Brüssel versichert, dass er ein Vereinbarung unterstützen werde, die Ungarn mit dem amtierende Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg getroffen habe. Demnach soll kein ungarisches Personal an den Aktivitäten der Nato in der Ukraine teilnehmen. Zudem sollen keine ungarischen Mittel zur Unterstützung dieser Aktivitäten verwendet werden.

Da Rutte diesen Deal auch als neuer Chef der Nato mittragen würde, sei Ungarn bereit, die Bewerbung des Niederländers für den Top-Job der Militärallianz zu unterstützen, erklärte Orban.

Nur Rumänien fehlt noch

Zuvor hatte auch die Slowakei hier grünes Licht gegeben. „Nach einer abschließenden Diskussion mit Mark Rutte und Beratungen mit der slowakischen Regierung, kann sich die Slowakei Mark Rutte als Nato-Chef vorstellen“, sagte der slowakische Präsident Peter Pellegrini.

Damit fehlt nur noch die offizielle Unterstützung Rumäniens, dessen Präsident Klaus Iohannis im März erklärt hatte, er kandidiere ebenfalls für den Spitzenposten.

Der amtierende Nato-Generalsekretär Stoltenberg hat seine Amtszeit bereits mehrfach verlängert. Im Oktober will der Norweger nach einem Jahrzehnt an der Spitze des Militärbündnisses den Posten abgeben. Der Nato-Generalsekretär wird im Konsensverfahren ernannt und benötigt deshalb die Unterstützung aller 32 Mitgliedsstaaten. Zahlreiche Staaten haben sich bereits für den scheidenden niederländischen Ministerpräsidenten Rutte ausgesprochen.

Am Dienstag haben Ungarn und die Slowakei bekanntgegeben, die Kandidatur von Mark Rutte für das Amt als Nato-Generalsekretär zu unterstützen. Nun gilt es nur noch als Frage der Zeit, bis mit Rumänien auch der letzte Bündnispartner zustimmt.

Widerstand kam lange aus Ungarn. Unter Berufung auf Insider berichteten die Sender NOS und RTL, Orban habe seine Forderung nach einer Entschuldigung Ruttes für seine von Orban als „problematisch“ bezeichneten Ansichten über Ungarn nicht wiederholt.

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Die Entschuldigung war eine der beiden Bedingungen Ungarns für eine Bestätigung Ruttes als Stoltenbergs Nachfolger. Die andere – die Garantie, dass Ungarn weder Geld für die Ukraine bereitstellen noch Personal dorthin schicken müsse – erfüllte Stoltenberg in der vergangenen Woche.

rtr
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