1. Startseite
  2. Politik
  3. International
  4. Ukraine-Krieg: Alaska-Gipfel endet ohne Deal

Ukraine-KriegAlaska-Gipfel endet ohne Deal

Nur wenige Minuten sprachen die beiden Präsidenten vor der Presse, Fragen beantworteten sie keine. Trump ließ Putin gewähren – und sich sogar nach Moskau einladen.Sarah Sendner 16.08.2025 - 02:17 Uhr Artikel anhören
Treffen in Anchorage: Donald Trump und Wladimir Putin haben in Alaska offenbar keine Fortschritte erreicht. Foto: AFP

New York. Kein Deal, keine Details, keine Fragen: Nach der Pressekonferenz zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin bleibt vieles unklar. Die beiden Staatschefs beendeten ihre Gespräche bereits nach wenigen Stunden und traten deutlich früher vor die Presse als zuvor erwartet. Dabei verkündeten sie nur wenige Details und keine konkreten Ergebnisse. Trump wolle sich jetzt mit den Nato-Partnern und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Verbindung setzen und diese über das Gespräch informieren.

Während der zwölfminütigen Pressekonferenz sprach Wladimir Putin deutlich länger als Trump. Auch wenn beide ihr Gespräch als „nützlich und konstruktiv“ bezeichneten, konnte zunächst offenbar kein Durchbruch erzielt werden. Trump räumte ein, dass man sich in einigen Punkten noch uneinig sei, man aber „großartige Fortschritte“ erzielt habe, während Putin sagte, es gebe eine „Übereinkunft“ über die Zukunft der Ukraine. Nach der Pressekonferenz gaben sich die beiden Staatschefs die Hand. Fragen der anwesenden Presse wurden nicht zugelassen.

Damit endet das mit Spannung erwartete Gipfeltreffen der beiden Großmächte auf der amerikanischen Airbase „Elmendorf-Richardson“ in Alaska überraschend schnell und weitestgehend ergebnislos. Worüber die beiden Männer genau sprachen, wo es Annäherung oder Konfrontation gab, ist unklar.

Putin verwies in seinem Statement auf Chancen für einen stärkeren wirtschaftlichen Austausch mit den USA. Das Handelsvolumen sei zwar aktuell eher symbolisch, es sei aber unter der neuen US-Regierung um 20 Prozent gewachsen. Eine russisch-amerikanische Investitionspartnerschaft habe großes Potenzial.

Zudem erklärte Putin, dessen Soldaten, Panzer und Flugzeuge die Ukraine überfallen haben, dass es nicht zu dem Angriff gekommen wäre, hätte Donald Trump zu dem Zeitpunkt im Weißen Haus gesessen. Der russische Präsident erklärte, dass Moskau „ehrlich interessiert“ an einem Ende der Krise sei.

Trump hingegen nannte in seinem Statement noch weniger Details: „Wir hatten ein extrem produktives Treffen und haben uns bei vielen Punkten geeinigt. Es gibt nur sehr wenige, die noch verbleiben. Manche sind nicht so wichtig. Einer ist vielleicht der wichtigste, aber wir haben eine sehr gute Chance, unser Ziel zu erreichen. Wir haben es noch nicht erreicht, aber wir haben eine sehr gute Chance, es zu erreichen“, sagte er in seinem kurzen Statement nach Abschluss der Gespräche.

Das Gipfeltreffen am Freitag könnte jedoch nicht das letzte gewesen sein: Trump betonte, man wolle erneut sprechen. Putins Vorschlag, das nächste Treffen könnte in Moskau stattfinden, quittierte er scherzhaft.

Verwandte Themen
Donald Trump
Wladimir Putin
Ukraine
NATO
Rüstungsindustrie

Mit Agenturmaterial

Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt