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Ukraine-KriegTrump verkürzt Zollfrist für Putin auf zehn bis zwölf Tage

Der US-Präsident will den russischen Präsidenten zu einer Vereinbarung mit der Ukraine zwingen. Andernfalls sollen in weniger als zwei Wochen hohe Zölle gegen Moskaus Handelspartner kommen.Timm Seckel, Torsten Riecke 29.07.2025 - 02:40 Uhr aktualisiert Artikel anhören
US-Präsident Donald Trump (r.) beim Treffen mit dem britischen Premierminister Keir Starmer im schottischen Turnberry: Washington verliert die Geduld mit Moskau. Foto: Bloomberg

Düsseldorf, London. US‑Präsident Donald Trump verliert im Ukraine-Krieg offenbar die Geduld mit Russlands Präsident Wladimir Putin. Falls Putin nicht innerhalb von zehn bis zwölf Tagen einen Deal mit Kiew schließe, der zu einem Ende des Kriegs führt, verhängten die USA massive Sekundärzölle von 100 Prozent gegen Russlands Handelspartner, kündigte Trump am Montag bei einer Pressekonferenz an.

Auch weitere Sanktionen gegen Russland seien denkbar, fügte Trump im Anschluss an ein Treffen mit Großbritanniens Premierminister Keir Starmer in Schottland hinzu. Ein direktes Treffen mit Putin sei dagegen unwahrscheinlich, sagte der US-Präsident: „Ich habe kein Interesse an weiteren Gesprächen.“

Am 14. Juli hatte Trump Putin eine Frist von zunächst 50 Tagen für eine Vereinbarung mit der Ukraine gesetzt. Diese wäre Anfang September abgelaufen, wird nun aber deutlich verkürzt. Die offizielle Ankündigung folge am Abend oder Dienstagfrüh, erklärte Trump. Eine Antwort aus Moskau stand am Montagnachmittag noch aus.

Der US-Präsident sagte, er sei „sehr enttäuscht“ von Putin und könne keinen Fortschritt auf dem Weg zum Kriegsende erkennen. Die Gespräche mit Putin seien gut gewesen und er wolle Russlands Präsidenten nicht als Lügner bezeichnen, aber die Raketenangriffe wenige Stunden nach den Gesprächen hätten jegliche Absprachen gebrochen, erklärte Trump.

Mit den Zöllen wollen die USA Russlands Wirtschaft und Staatshaushalt treffen. So wären etwa Indien und China, große Abnehmer von russischem Öl und Gas, bei Exporten in die USA von den Sekundärzöllen betroffen. Unklar ist, wie sich Russlands Handelspartner verhalten werden, sollten die Zölle tatsächlich kommen.

Wirkt die Drohung?

Trumps ehemaliger Sicherheitsberater John Bolton bezweifelte hingegen, dass das neue Ultimatum des US‑Präsidenten den Kremlchef zum Einlenken bewegen werde. Der „Zeitraum“ für das Ultimatum sei nicht so wichtig wie die „von Trump angekündigten Konsequenzen“, sagte Bolton beim Radiosender der Londoner Tageszeitung „The Times“.

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Der US-Präsident hatte zuletzt Maßnahmen gegen russische Handelspartner angekündigt, sollte bis Anfang September keine Vereinbarung über einen Waffenstillstand mit der Ukraine vorliegen. Nun hat er offenbar die Geduld verloren und die Frist verkürzt.

„Ich glaube nicht, dass sich die Russen von hohen Zöllen auf russische Exporte in die USA einschüchtern lassen, da sie so gering sind und in der Summe wirklich keine große Wirkung hätten“, erklärte der Sicherheitsexperte. „Und die andere Drohung mit Sekundärsanktionen gegen Abnehmer von russischem Öl und Gas, die vor allem Länder wie Indien und China treffen würden, halte ich für hohl“, betonte Bolton.

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