Ukraine: Prorussische Hacker drohen mit Vergeltung für Leopard-Entscheidung
Prorussische Hacker haben zu Cyberangriffen gegen Ziele in Deutschland aufgerufen.
Foto: dpaRiga, Düsseldorf. Prorussische Hacker drohen mit Vergeltung für die angekündigte Lieferung von deutschen Leopard-Panzern an die Ukraine. Konkret kündigten sie Cyberangriffe auf Ziele in Deutschland an. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bestätigte dem Handelsblatt, dass derzeit Cyberangriffe gegen Ziele in Deutschland laufen.
Kurz nach Bekanntwerden der Entscheidung der Bundesregierung veröffentlichte die Hackergruppe Killnet in ihrem Telegram-Kanal eine Nachricht zu dem Thema und dem Hinweis: „Die Apokalypse rückt immer näher.“
Die Gruppe ruft darin zu einem „umfassenden Cyberangriff auf Deutschland“ auf, an dem sich andere Hackergruppen beteiligen sollen. Die Aktion ist versehen mit dem Hashtag #DeutschlandRIP. Am Mittwoch veröffentlichte die Gruppe dann Listen potenzieller Angriffsziele, etwa die Websites staatlicher Stellen und Ministerien.
Leopard-2-Panzer für die Ukraine: Killnet ruft zu Hackerangriffen auf Deutschland auf
Darunter sind die Bundesregierung, das Bundesfinanzministerium und die Finanzaufsicht Bafin, aber auch die Deutsche Bank und die Bundesbank, die Polizei, die Flughäfen im Land und die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Am Abend erklärte die Gruppe, sie stehe hinter Cyberattacken auf zwei Berliner Kliniken, Sankt Gertrauden und das Franziskus-Krankenhaus sowie auf die Abfahrtsübersicht auf der Webseite des Berliner Hauptbahnhofs. Alle drei Webseiten waren zwischenzeitlich nicht aufrufbar.