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US-Newsletter „Zukunftslabor USA“ New York wird zum Viruslabor

In New York geht fast alles wieder seinen präpandemischen Lauf. Ein Feldversuch, wie sich die Metropole mit 70-prozentiger Impfquote gegen die Delta-Variante schlägt.
30.06.2021 - 15:04 Uhr Kommentieren
Im Big Apple dürfen sich Geimpfte frei bewegen. Quelle: AP
New York

Im Big Apple dürfen sich Geimpfte frei bewegen.

(Foto: AP)

New York Unsere Stadt bleibt ein großer Feldversuch. Im vergangenen Frühjahr war New York ein unfreiwilliges Experiment dafür, was passiert, wenn man die Menschen aus Unwissenheit völlig schutzlos – ohne Masken, ohne Social Distancing - dem Virus aussetzt. Das Ergebnis war verheerend. In diesem Sommer wird New York erneut zum Versuchslabor. Diesmal dafür, welche Chancen die Delta-Variante hat, wenn es bereits eine Herden-Immunität durch Vakzine und Durchseuchung gibt.

Wir haben in der Stadt vor zwei Wochen eine Impfquote von mehr als 70 Prozent erreicht und dürfen deshalb so ziemlich alles tun und lassen wie früher. Nicht nur draußen dürfen wir die Masken fallen lassen. Auch drinnen dürfen Geimpfte sich frei bewegen.

Im Restaurant, im Kino oder beim Konzert müssen die Gepieksten keine Maske mehr aufsetzen. Meist müssen sie nicht einmal ihren Impfpass vorzeigen. In der U-Bahn sind die Masken noch für alle obligatorisch. Aber in Läden und bei anderen privaten Aktivitäten entscheiden die Besitzer.

Die Stadt ist zwar vor allem wirtschaftlich immer noch von der Pandemie gebeutelt, aber in den Ausgeh-Vierteln im East und West Village oder in Williamsburg in Brooklyn ist schon längst wieder Party angesagt. Samstagabends staut sich der Verkehr auf der Brooklyn Bridge Richtung Manhattan wie in alten Zeiten. Manche Kommentatoren vergleichen die Stimmung schon mit der Zeit nach der Prohibition, als Alkohol nach langen Jahren wieder legal war.

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    Diesmal ist das Menscheln wieder legal. Es wird also spannend sein, zu sehen, wie sich die Delta-Variante in einer stark durchgeimpften Acht-Millionen-Stadt schlägt. Immerhin machte diese leicht übertragbare Variante vergangene Woche bereits 23 Prozent der Infektionen in New York aus.

    Bisher sind die Zahlen ermutigend: Auch wenn die Delta-Infektionen zunehmen, nehmen die Infektionen insgesamt weiter ab. Corona-Fälle, Krankenhauseinweisungen, Tote – alles bleibt weiterhin extrem niedrig.

    Anders als in vielen anderen Teilen des Landes halten sich die Impfverweigerer in New York in Grenzen. Das liegt wohl auch daran, dass wir hier mit eigenen Augen gesehen oder selbst durchgemacht haben, wie gefährlich das Virus sein kann.

    Und jene, die sich nicht impfen lassen, wohnen überwiegend in Stadtvierteln, die zuvor auch schon die Masken abgelehnt haben. Wer 2020 in New York keine Maske trug, hat sich das Virus mit hoher Wahrscheinlichkeit eingefangen. In einzelnen Vierteln lagen auch die Antikörper und damit die Durchseuchung schon im letzten August bei bis zu 50 Prozent. Ein wenig Immunität ist dort also auch ohne Vakzine vorhanden.

    Ob das reicht, um dem Delta-Virus standzuhalten, das sich seit neuestem auch in den USA ausbreitet? Das werden wir in diesen Wochen beobachten und Sie auf dem Laufenden halten. Ich persönlich hoffe natürlich, dass New York als großer Feldversuch diesmal beweist, dass die Impfungen uns schützen und wir wieder ein normales Leben führen können. Das könnte vielleicht auch viele Impf-Zweifler überzeugen.

    Mehr: Perella-Weinberg-Chef: „Europäische Spacs können von den Fehlern der Amerikaner lernen“.

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