Grönland: Trumps neuer Zollschock – Europa bereitet Gegenschlag vor
Berlin. Ein neuer Handelskrieg droht zwischen der Europäischen Union (EU) und den USA: Nach den Zollankündigungen von Donald Trump im Konflikt um Grönland wollen die Mitgliedstaaten der EU zwar Gespräche mit dem US-Präsidenten abwarten – doch gleichzeitig bereiten sie eine Reaktion vor.
Ab dem 6. Februar treten EU-Gegenzölle in Höhe von 93 Milliarden Euro in Kraft, wenn Trump seine Drohungen wahrmacht und Zölle für acht europäische Länder erhöht. Und die EU könnte weitere Maßnahmen ergreifen.
Auf einem Sondertreffen am Sonntagabend in Brüssel waren die EU-Vertreter einstimmig der Meinung, dass Trumps Angriff auf die territoriale Integrität Dänemarks inakzeptabel ist. Italien, die Niederlande und die baltischen Länder lehnten es allerdings ab, rasch mit Gegenmaßnahmen zu drohen.
EU-Diplomaten sagten dem Handelsblatt, zunächst persönliche Gespräche der Regierungschefs mit Trump diese Woche beim Weltwirtschaftsforum in Davos abwarten und mögliche „Missverständnisse“ ausräumen zu wollen.
Frankreich, Deutschland, Spanien und Polen sprachen sich hingegen dafür aus, Trump Grenzen aufzuzeigen und nicht nur Strafzölle, sondern auch härtere Sanktionen gegen US-Konzerne vorzubereiten, wie das Handelsblatt aus EU-Kreisen erfuhr.