US-Wahl: Krieg in Gaza – Harris hat ein Nahost-Wahlkampfproblem
Washington. Die neuen Werbeanzeigen von Kamala Harris tauchten zuerst auf Google und der Social-Media-Plattform Snapchat auf. „Ich werde nicht schweigen über das menschliche Leid in Gaza und über den Tod von zu vielen unschuldigen Zivilisten“, steht in den Anzeigen.
Die Präsidentschaftskandidatin der Demokraten hatte diesen Satz im Juli gesagt, kurz nach ihrem Treffen mit dem israelischen Premier Benjamin Netanjahu.
Die Clips werden seit dieser Woche in arabisch geprägten Stadtvierteln im Großraum Detroit geschaltet. Detroit ist die größte Stadt im US-Bundesstaat Michigan, einer der Swing States, die im November über den Ausgang der Präsidentschaftswahlen entscheiden und in dem viele Muslime leben.
Harris versucht, Kritiker der israelischen Offensive in Gaza für sich zu gewinnen, denn sie weiß: Bei der engen Präsidentschaftswahl im November zählt jede Stimme gegen ihren republikanischen Konkurrenten Donald Trump.
Doch die USA geraten wegen ihrer Unterstützung Israels unter Druck – die sich zuspitzende Lage in Nahost wird zu einem Problem für Harris, Vizepräsidentin unter Joe Biden.