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USAStreit mit Kolumbien eskaliert – Trump verhängt Zoll und Zahlungsstopp

Bei Militäreinsätzen vor den Küsten Lateinamerikas töten die USA immer wieder vermeintliche Drogenschmuggler. Die Kritik daran aus Bogotá bewegt Trump nun zu einer neuen Eskalation. 20.10.2025 - 06:43 Uhr Artikel anhören
Donald Trump und Gustavo Petro: Der US-Präsident hat den kolumbianischen Präsidenten als Unterstützer von Drogenbanden bezeichnet. Foto: AFP

Washington. US-Präsident Donald Trump hat den Streit mit Kolumbien verschärft und mit neuen Zöllen sowie einem Stopp aller Zahlungen an das südamerikanische Land gedroht. Zuvor hatte Trump den kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro als „illegalen Drogenbaron“ bezeichnet. Dies erklärte er am Sonntagabend gegenüber Reportern und auf Truth Social.

Die neuen Zölle sollten am Montag bekannt gegeben werden. Hintergrund ist die Empörung Petros über amerikanische Militärangriffe auf mutmaßliche Drogenschiffe in der Karibik, bei denen Dutzende Menschen getötet wurden.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte zuvor auf X mitgeteilt, dass am Freitag ein Schiff zerstört und drei Menschen getötet worden seien. Das Schiff habe der linken Rebellengruppe National Liberation Army (ELN) gehört und sei am Drogenschmuggel beteiligt gewesen, erklärte Hegseth, ohne Beweise vorzulegen. Petro wies dies zurück.

Das Boot habe einer „bescheidenen Familie“ gehört, nicht den Rebellen. „Herr Trump, (...) Sie sind unhöflich und ignorant gegenüber Kolumbien“, schrieb Petro auf X. „Da ich kein Geschäftsmann bin, bin ich noch weniger ein Drogenhändler.“

Das kolumbianische Außenministerium bezeichnete die Vorwürfe Trumps als „schwerwiegend“ und kündigte an, internationale Unterstützung zu suchen, um die Autonomie des Landes zu verteidigen. Es war zunächst unklar, auf welche finanzielle Unterstützung sich Trump bei seiner Drohung bezog, da die US-Regierung ihre humanitäre Hilfe über die Entwicklungsagentur USAID in diesem Jahr bereits eingestellt hatte.

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Allerdings unterstützen die USA den Kampf der kolumbianischen Regierung gegen Rebellengruppen finanziell. Im Gegenzug bekommen sie Geheimdienstinformationen, ohne die militärische Operationen in Lateinamerika erheblich schwieriger wären.

Die USA haben wiederholt angebliche Drogenschiffe in der Karibik zerstört. Nach dem jüngsten Vorfall äußerte Kolumbiens Präsident Petro Zweifel an dieser Einstufung – was ihm die Bezeichnung „illegaler Drogenbaron“ und neue Drohungen einbrachte.

Die Beziehungen zwischen Washington und Bogotá sind seit Längerem angespannt. Im vergangenen Monat entzogen die USA Petro sein Visum, nachdem dieser an einer pro-palästinensischen Demonstration teilgenommen hatte. Im September hatte Trump Kolumbien zudem zu den Ländern gezählt, die nach Ansicht der USA ihre Anti-Drogen-Abkommen „nicht eingehalten“ haben.

rtr, tse
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