USA: Wie Musk und Trump ihre Revolution in die Welt tragen
Abgesehen von den neoimperialistischen Reflexen um Panama und Grönland, sind es vor allem zwei Ereignisse in dieser Woche, die noch einmal die ganze Wucht der anstehenden amerikanischen Revolution eindringlich klarmachen: Da ist die Ankündigung Mark Zuckerbergs, den Faktencheck der Meta-Plattformen Facebook und Instagram in den USA künftig einzustellen. „Meinungsfreiheit“ gelte es zu schützen, so als hätte die Verbreitung von offensichtlichen Unwahrheiten etwas mit Meinungsäußerung und die Pflicht zur Beseitigung solcher Falschinformationen etwas mit Zensur zu tun.
Da ist zweitens das Interview von Elon Musk mit AfD-Chefin Alice Weidel auf X, mit dem der mächtigste Unterstützer Donald Trumps einmal mehr das rechtsnationalistische globale Sendungsbewusstsein der neuen amerikanischen Regierung unterstreicht.
Das Gespräch an sich war wenig spektakulär. Weidel und Musk bestärkten sich ständig gegenseitig, deklinierten gemeinsam den Kanon ihres neurechten Weltbilds durch. Das Ganze gipfelte dann in der ebenso ahistorischen wie absurden Behauptung, Hitler sei ein Kommunist gewesen - so als könne man die deutsche historische Schuld mal eben im linken politischen Spektrum abladen. In jeden Fall war es ein weiteres Beispiel in einer ganzen Reihe von Einmischungen und Lügen Musks zugunsten rechtsextremer Politiker in aller Welt.