Folgen des Ukraine-Kriegs: Die große Trennung? Diese Folgen hätte eine komplette Abkehr von Russland als Wirtschaftspartner
„Eine Entflechtung von der russischen Volkswirtschaft wäre für einige wenige Branchen schmerzhaft, würde alles in allem langfristig aber kaum Wohlstand kosten.“
Foto: HandelsblattBerlin. Sind die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Russland und dem Westen auf unabsehbare Zeit zerrüttet? Angesichts des Angriffskriegs gegen die Ukraine, bei dem der russische Präsident Wladimir Putin immer weiter vorrückt, drängt sich diese Frage zunehmend auf. Irgendwann werden die Kämpfe zwar weniger und der Westen seine Sanktionen womöglich zurücknehmen. Aber ist es überhaupt denkbar, dass es eine Rückkehr zu den Beziehungen vor dem Krieg geben wird?
Diese Frage beschäftigt nun auch die Wirtschaft. Der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Oliver Hermes, ist einer der Ersten, die eine Debatte darüber anstoßen. „Es geht aktuell weniger um die Sanktionen und deren Folgen, sondern um die Frage, ob wir mit Russland in Zukunft noch im nennenswerten Umfang wirtschaftliche Beziehungen haben werden oder nicht“, sagte Hermes.
Auch der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Siegfried Russwurm, macht klar: „Viele Verantwortliche haben mir mit Blick auf Russland sehr deutlich gesagt: Mit diesem Regime kann man keine Geschäfte mehr machen.“