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KonjunkturDer Post-Corona-Boom fällt aus: So wird sich die deutsche Wirtschaft entwickeln

Das Handelsblatt Research Institute senkt die Konjunkturprognose für dieses Jahr auf 3,4 Prozent. Nach dem Ende der Pandemie werden vor allem zwei Faktoren die Wirtschaft bremsen.Dennis Huchzermeier, Bernhard Köster, Axel Schrinner 03.01.2022 - 04:00 Uhr Artikel anhören

Die exportorientierte Industrie sieht sich nach wie vor mit Störungen ihrer globalen Lieferketten konfrontiert.

Foto: Getty Images

Das Handelsblatt Research Institute (HRI) schraubt seine Erwartungen herunter: Die HRI-Ökonomen gehen nunmehr für 2022 von 3,4 Prozent Wirtschaftswachstum aus, das sind 0,3 Prozent weniger als in der bisherigen Prognose. 2023 dürfte die Wirtschaft um 2,3 Prozent zulegen.

Damit liegt das Handelsblatt Research Institute erneut am unteren Rand des Prognosespektrums: Die großen Wirtschaftsforschungsinstitute sehen für 2022 zwischen 3,5 und vier Prozent Wachstum, die Bundesbank gar 4,2 Prozent.

Bereits 2020 hatte sich das HRI deutlich skeptischer als andere Institute gezeigt – und behielt damit Recht: Als im Herbst 2020 vielerorts die Konjunkturerwartungen deutlich angehoben und teils mehr als fünf Prozent Wachstum für 2021 prognostiziert wurden, sagte das HRI mit 2,7 Prozent eine eher verhaltene Erholung voraus, die exakt so eingetroffen ist.

„Im Winterhalbjahr wird die deutsche Volkswirtschaft kaum noch wachsen“, sagte HRI-Präsident Bert Rürup. Allerdings dürften die gesamtwirtschaftlichen Schäden durch die Pandemiebekämpfung deutlich geringer ausfallen als während früherer Corona-Wellen.

Selbst, wenn die Pandemie im kommenden Sommer überwunden sei und sich die Probleme mit den Lieferketten allmählich auflösten, dürfte ein Boom in den meisten Branchen ausbleiben, so Rürup: „Ab Mitte dieses Jahres werden die strukturellen Probleme der deutschen Volkswirtschaft wieder in den Vordergrund rücken. Eine Rückkehr zu den Verhältnissen der goldenen zweiten Dekade dieses Jahrhunderts ist nicht in Sicht.“

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