Ukraine-Krieg: Apple stoppt kompletten Verkauf in Russland
Ein Apple-Logo an der Fassade eines Apple Stores in Brooklyn. Foto: Kathy Willens/AP/dpa
Foto: dpaDüsseldorf. Der Tech-Konzern Apple teilte am Dienstag einen vorläufigen Verkaufsstopp für seine Produkte in Russland mit. Die Exporte in alle Handelskanäle des Konzerns im Land seien bereits vergangene Woche gestoppt worden, erklärte das US-Unternehmen. Auch seien der Bezahl-Service Apple Pay und andere Dienste eingeschränkt worden.
Die Apps der russischen Staatssender RT und Sputnik seien in allen App Stores für Apple-Geräte außerhalb Russlands nicht mehr verfügbar. Apple verkauft seine Geräte in Russland über die eigene Website sowie über Vertriebspartner. Der Konzern besitzt keine eigenen Apple Stores in Russland.
Ukraine-Krieg: Apple reagiert auf Appell der Ukraine
Apple reagiert mit den Einschränkungen auf einen Appell der ukrainischen Regierung. Am vergangenen Freitag hatte Mykhailo Fedorov, stellvertretender Ministerpräsident der Ukraine, einen Brief an Apple-CEO Tim Cook geschickt. Darin forderte er den Konzern auf, das Angebot seiner Produkte und Dienstleistungen in Russland einzustellen.
Indes hat Apple eigenen Angaben zufolge die Anzeige des Verkehrsaufkommens in der Ukraine sowie von aktuellen Unfallmeldungen im eigenen Kartendienst ausgeschaltet. Apple wolle damit Bürger des Landes schützen, hieß es. Auch Google verbirgt diese Informationen mittlerweile in seiner Karten-App Maps.
„Wir sind zutiefst besorgt über die russische Invasion in die Ukraine und stehen an der Seite aller Menschen, die als Folge der Gewalt leiden”, hieß es von Apple weiter.
Bereits einige Tage zuvor reagierte Tesla-Chef Elon Musk auf eine Bitte des ukrainischen Vize-Premiers, den Satelliten-Internetdienst Starlink in der Ukraine einzuschalten. „Der Starlink-Dienst ist jetzt in der Ukraine aktiv. Weitere Terminals unterwegs“, schrieb Musk am Samstag (Ortszeit) auf dem Kurznachrichtendienst Twitter.
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