Infineon: Welches Potenzial die Aktie nach dem Kurssturz hat
Der Halbleiterkonzern hat die Erwartungen der Anleger nicht erfüllt, daraufhin ist der Kurs abgestürzt.
Foto: dpaMünchen. Infineon-Chef Jochen Hanebeck kündigte am Donnerstag an, ein neues, fünf Milliarden Euro teures Werk für Stromsparchips aus Siliziumkarbid in Malaysia zu errichten. Damit soll der Konzern Ende des Jahrzehnts sieben Milliarden Euro zusätzlichen Umsatz erzielen – pro Jahr. Das entspricht der Hälfte der gesamten Erlöse aus dem vergangenen Geschäftsjahr.
Die Anleger zeigen sich wenig beeindruckt von den Plänen. Sie waren vom Ausblick auf das laufende Quartal enttäuscht. Das zeigte sich an der Börse: Der Aktienkurs des führenden deutschen Chipkonzerns brach am Donnerstag zeitweise um mehr als elf Prozent ein. Einen Großteil der Kursgewinne der vergangenen Monate haben die im Dax notierten Papiere damit wieder eingebüßt.
Ob das gesunkene Kursniveau nun die Chance bietet, bei Infineon wieder einzusteigen, hat das Handelsblatt analysiert. Die wichtigsten Fragen und Antworten:
Wie geht es Infineon?
Im jüngsten Quartal ist der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um 61 Prozent auf 831 Millionen Euro in die Höhe geschossen. Der Umsatz kletterte um 13 Prozent auf knapp 4,1 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorquartal stagnierten allerdings beide Werte. Die operative Marge ist gegenüber dem Vorjahr um fast drei Prozent gestiegen, im Vergleich zum Vorquartal jedoch gefallen.