Raumfahrt: Wie die USA unter Trump den Weltraum erobern wollen
San Francisco, Washington. Es ist ein bemerkenswerter, noch nie da gewesener Moment bei der Amtseinführung am Montag: Unter der Kuppel des Kapitols führt Donald Trump über mehrere Minuten seine imperialistischen Pläne aus, unter anderem, dass der Panama-Kanal wieder unter amerikanischer Verwaltung sein müsse. Doch die Expansionsphantasien des 47. US-Präsidenten beschränken sich nicht auf die Erde. Sie reichen bis ins Weltall.
Die USA würden ihre Flagge „auf dem Mars hissen“, ruft Trump. Und macht damit seinen größten Unterstützer glücklich: Milliardär und Raketen-Unternehmer Elon Musk applaudiert euphorisch und reckt beide Daumen.
Schließlich geht es um seinen Lebenstraum: Die Besiedlung des Mars sei das wichtigste Projekt des Unternehmers, sagen Musk-Vertraute. Alles andere sei zweitrangig. Daher wolle Musk es sich auf keinen Fall mit der Politik verscherzen, denn ohne Rückendeckung aus dem Weißen Haus wird es für ihn keine Marsmission geben. Nun könnte Trump zum Möglichmacher werden – mit Folgen für die gesamte Weltraumindustrie und für Europa.