Smarthome: Apple, Google und Amazon kooperieren bei der Einheitssprache fürs vernetzte Zuhause
Das Symbol mit den drei Pfeilen soll anzeigen, dass Produkte mit dem neuen Standard kompatibel sind.
Foto: HandelsblattDüsseldorf. Wer Alexa nach ihrem Namen fragt, bekommt einen kurzen Rap-Song zu hören. Dabei rühmt sich die Sprachassistentin von Amazon als „krasseste Künstliche Intelligenz in der Cloud“ und verspottet andere „vertrottelte Speech-Engines“.
Es mag ein Spaß sein, den sich die Programmierer gemacht haben – im Rap wird die Konkurrenz nun mal gedisst. Der Song zeigt aber: Wenn es um die Vernetzung von Lautsprechern und Fernsehern, Sicherheitskameras und Türschlössern, Steckdosen und Lampen geht, ist die Rivalität groß. Apple, Google und Amazon haben das Smarthome als wichtiges Geschäft identifiziert und kämpfen mit ihren Systemen um die Marktführerschaft.
Trotzdem arbeiten die drei Konzerne bei einem wichtigen Projekt zusammen: Sie unterstützen den offenen Standard „Matter“, der die Vernetzung von Produkten deutlich erleichtern soll – und zwar herstellerübergreifend. Erste Produkte, die die Einheitssprache fürs vernetzte Zuhause unterstützen, dürften bald herauskommen. Die Branche hofft, dass es der Technologie endgültig zum Durchbruch verhilft.
Wer das eigene Zuhause vernetzen will, hat zwar eine große Auswahl. Allerdings sind die meisten Geräte nur mit bestimmten Standards kompatibel. Zum Beispiel wenn es um Sprachassistenten geht: Es gibt Lampen, die nur auf Alexa hören, also die Sprachassistentin von Amazon. Oder Steckdosen, die sich lediglich mit Homekit steuern lassen, also dem System von Apple.