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Softwarekonzern Neues SAP-Führungsduo hebt die Ziele für 2020 an – die Blitzanalyse

Der Softwarehersteller hat die eigenen Ziele für das Jahr 2019 erreicht. Auch für 2020 verbreiten Christian Klein und Jennifer Morgan Optimismus.
28.01.2020 Update: 28.01.2020 - 08:36 Uhr Kommentieren
SAP-Führungsduo hebt die Ziele für 2020 an – die Blitzanalyse Quelle: Reuters
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Der Softwarekonzern nimmt sich für 2020 ein stärkeres Wachstum vor, als er zuletzt in Aussicht gestellt hatte.

(Foto: Reuters)

Walldorf SAP hat die Ergebnisse für das wichtige vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2019 vorgelegt. Nach dem überraschenden Wechsel an der Spitze des Softwareherstellers im Oktober steht erstmals das neue Führungsduo Christian Klein und Jennifer Morgan in der Verantwortung. Die wichtigsten Zahlen und Fakten im Überblick:

  • Das Cloud-Geschäft wuchs 2019 um 39 Prozent auf 6,93 Milliarden Euro, auch dank der Übernahme des Marktforschungsspezialisten Qualtrics. Es war ein wesentlicher Treiber für den Umsatz, der um zwölf Prozent auf 27,63 Milliarden stieg.
  • Das Betriebsergebnis sank um 21 Prozent auf 4,50 Milliarden Euro. Die Kosten für die Akquisition, ein Restrukturierungsprogramm und die anteilsbasierten Vergütungen kamen den Konzern teuer zu stehen. Bereinigt wuchs die Kennzahl um 15 Prozent auf 8,21 Milliarden Euro.
  • SAP steigerte die Profitabilität weiter, die bereinigte operative Marge betrug 29,7 Prozent, 0,7 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Bis Ende 2023 will der Softwarehersteller eine Verbesserung auf 34 Prozent erreichen.
  • Fürs laufende Jahr hat SAP die Prognose leicht angehoben – was Analysten in ihren Schätzungen allerdings bereits antizipiert haben.

Das fällt positiv auf

Die strategische Neuausrichtung zeigt Wirkung. Das Cloud-Geschäft von SAP wächst weiter kräftig. Längst steuert es deutlich mehr Umsatz bei als der klassische Lizenzverkauf – der ist beim deutschen Softwarehersteller mit einem Rückgang von zwei Prozent auf 4,53 Milliarden Euro im Vergleich zu Konkurrenten wie Oracle halbwegs stabil.

Dabei spielen Übernahmen eine wichtige Rolle, wie das Beispiel Qualtrics zeigt: Erstmals seit der Übernahme macht SAP die Geschäftszahlen des Marktforschungsspezialisten öffentlich – durch eine Umstrukturierung gibt es für diesen nun ein eigenes Segment. Seit dem Abschluss des Deals Ende Januar erwirtschaftet er 508 Millionen Euro Umsatz und acht Millionen Euro Gewinn. Das Unternehmen, für das der Konzern acht Milliarden Dollar ausgab, wächst weiter stark.

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    Auch beim wichtigsten Produkt S/4 Hana läuft das Geschäft rund: 1200 Kunden unterschrieben für das Programmpaket zur Steuerung betriebswirtschaftlicher Prozesse, darunter bekannte Namen Ford, Eon und Zalando. Ebenso wichtig: Immer mehr Unternehmen setzen das System nun auch ein, darunter die Deutsche Telekom und BDO. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Akzeptanz im Markt steigt – daran gab es bislang Zweifel.

    Für die Aktionäre und Analysten ist in den vergangenen Jahren die Profitabilität von SAP in den Blickpunkt gerückt: Nach den hohen Investitionen der vergangenen Jahre wollen sie Ergebnisse sehen. Das Effizienzprogramm, das das Management im April 2019 angekündigt hat, zeigt Wirkung. Die operative Marge stieg um 0,7 Prozentpunkte auf 29,7 Prozent. Der Konzern liege damit etwas über den internen Prognosen, betonte Finanzchef Luka Mucic.

    Das fällt negativ auf

    2019 fielen hohe außerordentliche Kosten an. Die Übernahme von Qualtrics schlug mit 689 Millionen Euro zu Buche, die Restrukturierung mit 1,13 Milliarden Euro. Zudem kosteten die anteilsbasierten Vergütungen für die Mitarbeiter 1,82 Milliarden Euro – kein Wunder: Der Aktienkurs erreichte 2019 ein Rekordhoch. Die Auswirkungen auf das Betriebsergebnis waren aber weitgehend bekannt.

    Böse Überraschungen enthalten die Geschäftszahlen nicht. Kritisch betrachten könnten Aktionäre allenfalls, dass SAP im Cloud-Geschäft leicht unter den Erwartungen der Analysten liegt. Die Ergebnisse seien aber nicht genug, um dem Aktienpreis einen Impuls zu geben, schrieb der Analyst Knut Woller von der Baader-Bank in einer ersten Analyse – SAP notiere schon nahe am Allzeithoch. Der Aktienkurs lag vorbörslich zunächst deutlich im Minus, allerdings in einem schwierigen Marktumfeld.

    So geht es weiter

    SAP hat die Ziele fürs laufende Jahr leicht angehoben. So soll das Betriebsergebnis auf Basis konstanter Wechselkurse zwischen 8,9 und 9,3 Milliarden Euro erreichen, womit die Prognosespanne um 200 Millionen Euro nach oben ausgedehnt wurde. Er habe „große Erwartungen“ für die Verbesserung der Profitabilität, sagte Finanzchef Mucic.

    Gespannt erwarten dürften Aktionäre, was für eine Dividende der Konzern vorschlägt. 2019 waren es 1,50 Euro pro Aktie, Mucic stellte eine Erhöhung in Aussicht. Hinzu kommt eine Sonderausschüttung in Höhe von 1,5 Milliarden Euro, die in Form von Aktienrückkäufen oder Sonderdividenden geplant ist. In Summe dürften die Anteilseigner mehr als drei Milliarden Euro erhalten.

    Mehr: Die neuen Co-Chefs Christian Klein und Jennifer Morgan setzen bei SAP erste Akzente. Die großen Herausforderungen wie ein Neuaufbau der Unternehmensstruktur stehen aber noch an.

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