T-Mobile US: Telekom bekommt finale Zustimmung für US-Fusion
Im Zuge der Fusion wird die Marke Sprint verschwinden.
Foto: ReutersDüsseldorf. Die Deutsche Telekom hat für die Reorganisation ihres Geschäftes in den USA die letzte Zustimmung erhalten. Die Aufsichtsbehörde für öffentliche Versorgungsunternehmen in Kalifornien – die California Public Utilities Commission (CPUC) – machte am Donnerstag den Weg für den Zusammenschluss der Telekom-Tochter T-Mobile US mit dem Rivalen Sprint frei.
Damit ist die Milliardenfusion der Nummer drei und der Nummer vier des US-Mobilfunkmarkts final besiegelt. Schon vor zwei Wochen hatten die Unternehmen damit begonnen, ihr Geschäft zusammenzulegen.
Mit dem Zusammenschluss entsteht ein mächtiger Spieler auf dem amerikanischen Mobilfunkmarkt. T-Mobile, wie das fusionierte Unternehmen heißen soll, bringt es auf eine Marktkapitalisierung von rund 110 Milliarden Dollar.
Ende 2019 hatten die beiden Unternehmen zusammengerechnet 140 Millionen Kunden und einen Umsatz von knapp 80 Milliarden Dollar. Die Telekom rechnet mit Synergien von 43 Milliarden Dollar nach Abzug der Kosten.
Der Dax-Konzern kontrolliert 67 Prozent der Stimmrechte am vereinigten Unternehmen und erhält mit 43 Prozent den größten Anteil am neuen Unternehmen. Der Sprint-Mehrheitseigner Softbank übernimmt 24 Prozent, der Rest geht an freie Aktionäre.
Telekom-Chef Timotheus Höttges sagte zum Abschluss des Deals gegenüber dem Handelsblatt: „Wir können die Nummer eins auf dem Markt werden.“ Die Telekom könne zu den Marktführern AT&T und Verizon aufschließen.
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