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Xiaomi Air Charge Neue Technik soll Elektrogeräte über mehrere Meter Abstand mit Strom versorgen

Seit Jahren versprechen Firmen, Geräte über Distanz aufladen zu wollen. Der chinesische Hersteller Xiaomi zeigt nun eine funktionsreife Technologie.
29.01.2021 - 18:42 Uhr Kommentieren
Der chinesische Hersteller will künftig Geräte über mehrere Meter Distanz laden. Quelle: Xiaomi
Xiaomi Air Charge

Der chinesische Hersteller will künftig Geräte über mehrere Meter Distanz laden.

(Foto: Xiaomi)

Düsseldorf Das Aufladen von Elektrogeräten wird zunehmend zum Problem. Nicht nur Smartphones müssen oft mindestens einmal pro Tag geladen werden. Immer mehr tragbare Geräte verlangen ständig nach Strom: Von der Smart-Watch über die Kopfhörer bis hin zu Tablet oder Laptop.

Die Situation könnte sich künftig entspannen. Der chinesische Technologiekonzern Xiaomi hat am Freitag eine Technik vorgestellt, mit der mehrere Geräte über eine Distanz von einigen Metern jeweils mit bis zu fünf Watt geladen werden. Hindernisse beeinträchtigten den Ladevorgang nicht, hieß es von Xiaomi.

Das Konzept vermarktet die Firma unter dem Namen „Mi Air Charge Technology“. In einem kurzen Produktvideo stellte Xiaomi die Technologie vor. Ein weißer, etwa 50 Zentimeter hoher Kasten als Ladegerät in der Mitte des Raums versorgte ein Smartphone mit Strom, während der Nutzer sich durch den Raum bewegte. „Das ist nicht das Coolste, was ihr in diesem Jahr gesehen habt?“, fragte der Präsident des internationalen Geschäfts von Xiaomi, Shou Zi Chew, auf dem Kurzmitteilungsdienst Twitter.

Zu der genauen Technik teilte Xiaomi lediglich mit, das Ladegerät sei mit 144 Antennen für die Übertragung ausgestattet. Endgeräte bräuchten ebenfalls spezielle Antennen, um die Übertragung empfangen zu können.

Auf Anfrage wollte sich ein Sprecher nicht auf einen Zeitplan für die Produkteinführung festlegen. „Es wird in jedem Fall nicht mehr in diesem Jahr auf den Markt kommen“, hieß es. Auch weitere technische Details, wie etwa die maximale Zahl gleichzeitig ladbarer Geräte, sei noch nicht abschließend geklärt.

Die Idee der Ladung von Elektrogeräten auch über größere Distanzen ist nicht neu. Schon vor Jahren hatte das US-Unternehmen Energous eine entsprechende Technologie präsentiert. Ein weiterer Spieler auf dem Markt ist die Firma Powercast. Ziel aller Ansätze ist es, die Verbindung zu einer Steckdose oder einem Ladepad überflüssig zu machen.

Allerdings ist es still um die Anbieter geworden. Für diese Art der Stromzufuhr müssen auch die Endgeräte die Technik unterstützen. Es gab Gerüchte, dass Energous schon vor Jahren mit Apple in Gesprächen über eine Kooperation stand.

Xiaomi braucht zum Start keine Partner

2017 führe Apple dann jedoch den Qi-Standard ein, mit dem sich Geräte zwar ohne Kabel laden lassen, dafür aber auf einem entsprechenden Ladepad platziert werden müssen. Energous hatte zudem 2018 damit geworben, mit der Deutschen Telekom im Austausch zu stehen. Ein gemeinsames Produkt hat die Telekom bislang jedoch nicht im Sortiment.

Im Gegensatz zu spezialisierten Anbietern wie Energous oder Powercast ist Xiaomi im ersten Schritt noch nicht auf Partnerschaften angewiesen. Der chinesische Hersteller unterhält selbst ein breites Portfolio von Endgeräten wie Staubsaugerrobotern, Flugdrohnen oder Fitnessbändern. Sollte Xiaomi die eigenen Geräte mit der entsprechenden Empfangstechnik ausstatten, hätte der Konzern nicht nur ein Ladegerät im Angebot, sondern auch die entsprechenden Produkte, die davon profitieren.

Dass Xiaomi die Technologie vorstellt, ohne ein konkretes Einführungsdatum zu nennen, unterstreicht jedoch den Entwicklungsstand. Offenbar sind noch viele weitere Schritte nötig, bis aus dem vorgestellten Konzept wirklich ein Produkt für den Massenmarkt werden kann.

Mehr: Das US-Verteidigungsministerium wertet Xiaomi als Gefahr und belegt die Firma mit Sanktionen. Peking kündigt Vergeltung an.

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