KI-Briefing: Wer bei Aleph Alpha nun wirklich das Sagen hat
Wenn Sie nur wenig Zeit haben, liebe Leserinnen und Leser,
dann passen Sie auf, dass Sie bei dieser Nachricht keine voreiligen Schlüsse ziehen: Bei Deutschlands bekanntester KI-Firma Aleph Alpha gibt es Veränderungen im Führungsteam um Jonas Andrulis. Der Mitgründer und CEO wird die Firma künftig gemeinsam mit Reto Spörri leiten. Der war bislang Bereichsvorstand bei der Digitaltocher der Schwarz-Gruppe, Schwarz Digits – und kommt damit aus dem Haus eines wichtigen Investors. Das lässt reichlich Spekulationen zu.
Warum das wichtig ist? Aleph Alpha mag sich aus dem Rennen um das beste KI-Modell verabschiedet haben. Und die Entwicklung eines KI-Betriebssystems mit branchenspezifischen Funktionen für die Finanzbranche, die Industrie und den öffentlichen Sektor dauert auch länger als erhofft.
Aber wer sich klarmacht, dass US-Firmen die Daten ihrer Kunden auch in Europa nicht vor dem Zugriff der US-Behörden schützen können, und wer verfolgt, dass die US-Politik bereits in die digitale Infrastruktur eingreift, der weiß, dass Unternehmen und Verwaltung dringend Alternativen brauchen. Aleph Alphas KI auf der einen Seite und die Cloud von Schwarz auf der anderen Seite könnten ein solches Angebot schaffen.
Dass die Schwarz-Gruppe ein strategisches Interesse an Aleph Alpha hat, ist bekannt. Der Konzern ist nach Gründer Andrulis und dem Wagniskapitalgeber Earlybird der drittgrößte Anteilseigner des Unternehmens. Aleph Alphas Forschung wird aus dem Vermögen der Dieter-Schwarz-Stiftung finanziert. Und längst kooperieren die Unternehmen, etwa beim gemeinsamen KI- und Cloud-Angebot für die Verwaltung. Ein nächstes großes Projekt könnte eine von Schwarz geführte Gigafactory sein.
Fest steht auch: Mit dem Wechsel von Spörri rücken beide Firmen weiter zusammen. Das ist noch ein Hinweis mehr, dass Schwarz auf eine Übernahme hinarbeitet.
Man kann die Nachricht auch etwas anders deuten. Bei einem Konkurrenzmedium habe ich gelesen, dass die Schwarz-Gruppe jetzt bei Aleph Alpha „durchgreift“. Das passt in das Narrativ, dass die Firma sich nicht erwartungsgemäß entwickelt und längst von Schwarz gesteuert wird. Ich sage Ihnen, warum ich damit vorsichtig bin: Die Macht einzelner Investoren wird häufig überschätzt.
Insider berichten zwar, dass sich die Schwarz-Gruppe weit mehr als andere strategische Investoren bei Aleph Alpha einmischt. Aber: Rein faktisch hat Schwarz keine Entscheidungsmacht, weder im Gesellschafterkreis noch im sechsköpfigen Beirat der Firma. Das muss man sich bei der Analyse klarmachen.
Wenn der Vertreter von Schwarz dort „durchgreifen“ will, dann muss er Überzeugungsarbeit leisten.
Im Beirat sitzen:
- die Gründer Jonas Andrulis und Samuel Weinbach,
- die Wagniskapitalinvestoren Andre Retterath von Earlybird und Nils Seele von Lea Partners,
- von den strategischen Investoren Bosch-Vertreter Ingo Ramesohl und eben ein Vertreter von Schwarz.
Und dazu habe ich noch eine exklusive Info für Sie: Bisher hatte den Schwarz-Sitz Christiane Milders, Vorständin von Schwarz Coporate Solutions inne. Künftig übernimmt ihn Schwarz-Digits-Co-Chef Rolf Schumann selbst. Auch das deutet auf ein gesteigertes Interesse hin.
Die Macht von Investoren erhöht sich natürlich, sobald eine Firma Geld braucht und dabei auf die eigenen Gesellschafter angewiesen ist. Das dürfte bei Aleph Alpha aber erst 2026 der Fall sein.
Was ich damit sagen will: Die Entscheidung, einen Co-CEO einzusetzen, kann Schwarz nicht einfach so durchgedrückt haben. Reto Spörri, das weiß ich von Insidern, hat sich in einem Prozess mit mehreren Kandidaten durchgesetzt. Und am Ende haben alle Beiratsmitglieder zugestimmt, dass der Schwarz-Mann den Posten bekommt. Er war letzten Endes wohl auch der Favorit von Andrulis, der von der Idee eines Co-Chefs anfangs wohl nicht begeistert war.
Das heißt: Offenbar sind sich diejenigen, die die Firma gegründet haben, diejenigen, die mit Aleph Alpha Geld verdienen wollen, und diejenigen, die strategische Interessen haben, über die nächsten Schritte für die Firma einig geworden. Ob das irgendwann auch bei einem möglichen Verkauf an Schwarz so ist, darüber dürfte vor allem der Preis entscheiden. Ein Vorkaufsrecht hat die Schwarz-Gruppe nämlich auch nicht.
Übrigens: Bei Aleph Alpha gibt es auch personelle Veränderungen im Bereich Produkt, Wachstum und Vertrieb. Mehr dazu – und was das über Schwierigkeiten in der Vergangenheit und Aussichten für die Zukunft aussagt, können Sie in meinem Bericht über den Führungsumbau lesen.
Worüber die Szene spricht
Über die Aussagen von Anton Carniaux, dem Chefjustiziar von Microsoft Frankreich, die er im französischen Senat unter Eid gemacht hat: Demnach kann Microsoft nicht garantieren, dass Daten europäischer Kunden vor dem Zugriff von US-Behörden geschützt sind – auch nicht, wenn sie auf Servern in der EU liegen. Kunden, die bei Microsoft eine „souveräne Cloud“ buchen, stellen sich das wahrscheinlich anders vor.
Was dahintersteckt, sind zwei US-Gesetze: der Patriot Act und der CLOUD Act. Cloud meint in diesem Fall nicht die Bereitstellung von Speicher-, Server- und Softwarediensten, sondern ist ein Akronym. Es steht für „Clarifying Lawful Overseas Use of Data Act“, zu Deutsch: „Gesetz zur Klarstellung der rechtmäßigen Nutzung von Daten im Ausland“. Dieses Gesetz besteht zwar schon seit 2018. Doch mit den geopolitischen Entwicklungen, den Diskussionen über europäische Souveränität und den jüngsten Eingriffen der US-Politik in Technologiedienste wird die Tragweite dieses Gesetzes deutlicher denn je.
Im konkreten Fall wollte der französische Senat nun wissen, ob Microsoft bei einer Anordnung der US-Regierung garantieren kann, dass die Daten französischer Bürger, die dem Konzern über die zentrale Beschaffungsstelle des öffentlichen Sektors anvertraut wurden, „niemals“ ohne die ausdrückliche Zustimmung der französischen Behörden weitergegeben werden.
Die Antwort sollten auch die Verantwortlichen in deutschen Unternehmen und Behörden kennen: Nein, das könne er nicht garantieren, sagte der Jurist. Es sei zwar noch nie vorgekommen. Aber ablehnen könne Microsoft solche Anfragen nur, wenn sie „formal unbegründet“ seien. Er versicherte, dass Microsoft die Rechtmäßigkeit jeder Anfrage genau prüfen werde und Kunden bei entsprechenden Anfragen informieren wolle. Aber dafür wiederum bräuchte der Konzern die Zustimmung der Behörden.
Stattgefunden hat die Anhörung übrigens bereits im Juni. Aber erst, nachdem der Branchendienst Golem die Nachricht vor fünf Tagen aufgegriffen hatte, wird sie im deutschsprachigen Raum diskutiert.
Die neue Diskussion über die Sicherheit von Microsoft hat auch mit einer zweiten Nachricht zu tun, die diese Woche das Vertrauen schwächte: Chinesische Hacker haben eine gefährliche Sicherheitslücke in Microsofts Kollaborationssoftware Sharepoint ausgenutzt. Nach Angaben der Shadowserver Foundation waren über 100 Unternehmen und Organisationen in Deutschland potenziell betroffen. Die Schwachstelle ermöglichte es Angreifern, auf Passwörter, Daten und digitale Schlüssel zuzugreifen. Dadurch könnten sie sich dauerhaft Zugang zu den betroffenen Systemen verschafft haben.
All das ist so kritisch, weil kaum ein Betrieb ohne die Software und Infrastruktur von Microsoft und anderen US-Technologiefirmen auskommt. Dabei versuchen sowohl amerikanische als auch europäische Unternehmen seit der Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump, die Sicherheit für ihre Kunden zu erhöhen.
Wer sich Sorgen um seine Daten macht, kann folgende Angebote vergleichen:
- Amazon verspricht mit neuen EU-Tochtergesellschaften technische Unabhängigkeit vom US-Mutterkonzern.
- Microsoft bietet an, Cloud-Dienste direkt beim Kunden zu installieren – mit Wartung durch europäische Mitarbeiter.
- Die Stackit-Cloud der Schwarz-Gruppe vertreibt für Geschäftskunden inzwischen den Google Workspace aus eigenen Rechenzentren.
- Der deutsche Anbieter Ionos positioniert sich mit seiner „Cloud made in Germany“ gezielt als datenschutzkonforme Alternative.
- Eine Alternative bietet das Open-Source-Unternehmen Nextcloud, das stark wachsendes Interesse meldet – vor allem von Behörden und dem Mittelstand. Bei Nextcloud liegen die Daten auf eigenen Servern – zum Beispiel in einem Unternehmen, einer Schule oder auch zu Hause.
Was Sie sonst noch wissen sollten
1. Intel gibt seine Pläne für eine Chipfabrik in Magdeburg auf. Der US-Konzern meldet einen Quartalsverlust von 2,9 Milliarden Dollar und stoppt milliardenschwere Projekte in Deutschland und Polen. Noch 2022 hatte Intel bis zu 30 Milliarden Euro für den Bau zweier „Giga Fabs“ allein in Magdeburg eingeplant, unterstützt durch fast zehn Milliarden Euro staatlicher Hilfen. Mein Kollege Philipp Alvares berichtet, wie das endgültige Aus mit einem harten Sparkurs zusammenhängt – und mit Trumps „America first“-Politik.
2. Ein halbes Jahr nach der Ankündigung gibt es rund um das „kolossale“ Projekt „Stargate“ noch keinen Vertrag. Dabei hatte US-Präsident Trump das KI-Projekt als größtes Infrastrukturprojekt aller Zeiten angekündigt und für Alarmstimmung in Europa gesorgt. Doch statt der 100-Milliarden-Dollar-Sofortinvestition ist nun bis Jahresende nur noch ein kleines Rechenzentrum geplant. Hinter den Verzögerungen stecken unter anderem wohl auch Differenzen zwischen den Projektpartnern um den Softbank-Chef Masayoshi Son und OpenAI-Chef Sam Altman.
3. Donald Trump hat nach eigener Aussage eine Zerschlagung von Nvidia erwogen. Der US-Präsident wollte demnach auf diese Weise den Wettbewerb im Markt für KI-Chips ankurbeln – ließ die Pläne aber fallen. Das hat auch mit der strategischen Bedeutung von Nvidia als Schlüsselunternehmen der US-KI-Strategie zu tun. Philipp Alvares berichtet aus den USA, welche Rolle Nvidia-CEO Jensen Huang dabei spielt – und warum der Nvidia-Chef jetzt Trumps neuer Liebling ist.
4. ChatGPT gibt sich zunehmend wie ein digitaler Anlageberater – und liegt dabei oft daneben. Die Handelsblatt-Finanzredakteurin Katharina Schneider testet seit 2023 regelmäßig mit echten Depots, wie gut die Finanztipps der KI von OpenAI sind. Inzwischen stellt der KI-Chatbot konkrete Portfolios zusammen, macht Vorschläge für Umverteilungen und fragt nach persönlichen Anlagezielen. Doch Finanzprofis kritisieren mangelnde Diversifikation, veraltete Daten und riskante Empfehlungen. Wie die Anlagetipps in der Praxis abschneiden, lesen Sie bei Katharina.
5. Amazon schließt sein KI-Forschungslabor in Shanghai. Das AWS-Zentrum war das einzige außerhalb der USA. Hintergrund sind die wachsenden Spannungen zwischen den USA und China, verschärfte Exportkontrollen und ein zunehmend abgeschottetes digitales Ökosystem in der Volksrepublik. Mein Kollege Martin Benninghoff berichtet, warum sich der Wettbewerb um den chinesischen Markt für Amazon jetzt nicht nur bei Cloud-Diensten verhärtet.
6. Trump schließt Elon Musk von milliardenschweren KI- und Rüstungsaufträgen aus. Der US-Präsident will mit einem neuen „KI-Aktionsplan“ Rechenzentren ausbauen und Technologie exportieren – ohne Musks Firmen. Selbst beim 175-Milliarden-Dollar-Projekt „Golden Dome“ soll Amazon statt SpaceX liefern. Washington-Korrespondentin Annett Meiritz erklärt, wie das Projekt funktionieren soll – und warum Musk dabei außen vor bleibt.
7. Noch lähmen Asylklagen die Justiz – das soll Künstliche Intelligenz jetzt ändern. Trotz sinkender Asylzahlen verstopfen über 130.000 Klagen die Gerichte, viele Verfahren dauern Jahre. Neue KI-Tools wie „Maki“ oder „Tabea“ sollen nun Dokumente vorsortieren, Herkunftsländer analysieren und Urteilsbausteine vorschlagen. Erste Pilotprojekte zeigen, wie aus stundenlanger Arbeit Sekunden werden könnten. Meine Kollegin Heike Anger berichtet, was die Technik kann – und warum die Politik dennoch beim Tempo ausgebremst wird.
Grafik der Woche
84 Prozent der Recruiter von großen US-KI-Firmen berichten von Bedenken bei ausländischen Kandidaten wegen der Politik von Donald Trump. Das geht aus einer Studie der Boston Consulting Group hervor. Vor allem die Einwanderungspolitik sowie die Mittelkürzungen verunsicherten zunehmend die internationale KI-Elite. Die EU will dieses Momentum nutzen und attraktiver für KI-Spitzenkräfte werden. Meine Kollegin Luisa Bomke hat mit Expertinnen und Experten gesprochen, wie erfolgreich die Bemühungen bisher sind.
P.S.: Einer der größten Profiteure der Verunsicherung könnte China sein. Schließlich stammen fast so viele KI-Spitzenforscher aus der Volksrepublik wie aus den USA. Mein Kollege Martin Benninghoff berichtet, wie die Universitäten der Volksrepublik das für sich nutzen und internationale KI-Forscher anziehen wollen.
Was wir lesen
Laut Medienberichten will OpenAI noch im August GPT-5 vorstellen. Was die neue Generation des Sprachmodells können soll. (Reuters/HB)
Nvidia-Chips im Wert von einer Milliarde Dollar wurden nach China geschmuggelt. Seit Trumps Exportbeschränkungen floriert der Schwarzmarkt für Halbleiter. (Financial Times)
SAP will weitere Stellen abbauen. In einigen Bereichen soll der Konzern wegen des KI-Booms aber auch weiter wachsen. (dpa/HB)
ServiceNow will sich dieses Jahr 100 Millionen Dollar für Mitarbeiter sparen. Der Konzern setzt stattdessen auf KI. (Axios)
Eine Superintelligenz hätte massive Auswirkungen auf die Wirtschaft. Die einzigen verbleibenden wirtschaftlichen Grenzen wären die naturwissenschaftlich‑physikalischen Gesetze. (The Economist)
Musk will kinderfreundliche Version von Grok veröffentlichen. Bisher ist der Chatbot von Musks KI-Firma xAI bekannt für antisemitische Äußerungen und Hassrede. (HB)
Ostdeutsche nutzen deutlich weniger KI als Westdeutsche. Das könnte die wirtschaftliche Spaltung in der Bundesrepublik weiter vertiefen. (dpa/HB)
Der humanoide Roboter DeREK hatte einen Ausraster in einem Labor in San Francisco. Die Forscher mussten die Internetverbindung des Roboters händisch trennen. (New York Post)
Handelsblatt KI-Community
Was sind die Auswirkungen des AI Acts? Welche Parteien und Interessenvertretungen waren maßgeblich an der Ausgestaltung beteiligt? Und was genau tritt ab dem 1. August in Kraft? Meine Kollegin Luisa Bomke und Brüssel-Korrespondentin Olga Scheer haben den Mitgliedern des Handelsblatt-KI-Circles vergangene Woche Einblicke hinter die Kulissen der politischen Entscheidungsfindung gegeben.
Vor allem bei einer Frage war die Antwort klar: Betrifft das KI-Gesetz alle Unternehmen? Die Antwort lautet: ja. Denn nicht nur KI-Entwicklerunternehmen müssen sich an das Gesetz halten, sondern auch Anwenderfirmen müssen Transparenz und Informationsrichtlinien einhalten. Sie interessieren sich für den Handelsblatt KI-Circle? Dann geht es hier lang.
Kennen Sie schon ...?
Wer ist Christian Ninstel? Der CEO und Mitgründer von Droidrun. Das Start-up ist erst wenige Wochen alt und begeistert Entwickler wie Investoren.
Wo kommt er her? Aus Osnabrück! Dort hatte Ninstel zuvor mit seinen Co-Gründern schon zwei andere Firmen gestartet.
Was hat er vor? Droidrun will KI-Agenten auf Smartphones bringen. Bislang können die autonomen Assistenten dort mehr schlecht als recht eigenständig Apps bedienen – die Software von Droidrun könnte das ändern.
Warum das Start-up einen kleinen Hype auslöst und Investoren an die umjubelte Firma Lovable erinnert, lesen Sie hier.
Das sollten Sie ausprobieren ...
... den Recherche-Turbo mit NotebookLM. Wir haben in unserem Netzwerk nach KI-Tipps für den Alltag gefragt. Doris Weßels ist Wirtschaftsinformatikerin und unterrichtete bis Februar 2025 an der Fachhochschule Kiel Projektmanagement und Natural Language Processing. Heute leitet sie das Zukunftslabor Generative KI und betreut gemeinsam mit ihrem Team KI-Projekte aus Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung. In dieser Woche erklärt sie, wie sie mit NotebookLM schnell in ein neues Recherchethema einsteigt.
Für den schnellen Einstieg in ein neues Thema nutze ich NotebookLM. Dieses leistungsstarke KI-Tool ist derzeit noch kostenlos verfügbar. Mit der KI-gestützten Suche lassen sich innerhalb weniger Minuten themenspezifische Dossiers erstellen.
Und so funktioniert es: Melden Sie sich mit Ihrer Google-Mailadresse unter https://notebooklm.google.com/ an. Auf der Startseite klicken Sie den Button „Neu erstellen“ – damit legen Sie ein neues Notebook an. Es öffnet sich ein Fenster, in dem Sie oben rechts auf „Quellen entdecken“ klicken.
Geben Sie in das Eingabefeld „Welche Themen interessieren Sie?“ Ihre Fragestellung oder das gewünschte Thema ein. Bei meiner Beispielfrage – „Wie sieht die Zukunft der Webseitengestaltung im Zeitalter von KI-Agentensystemen aus?“ – schlägt das Tool sofort zehn relevante Quellen vor. Diese können Sie über das Pfeilsymbol neben dem Titel ansehen und anschließend durch Setzen eines blauen Hakens auswählen. Mit einem Klick auf „Importieren“ fügen Sie die gewünschten Quellen Ihrem Notebook hinzu.
Ergänzend lassen sich eigene Dateien und Links einbinden. Über den Button „Entdecken“ verfeinern Sie Ihre Recherche, indem Sie den Fokus gezielt eingrenzen.
Besonders nützlich finde ich die Mindmap-Funktion: Sie erstellt aus allen hinzugefügten Dokumenten eine thematische Übersicht mit klaren Kategorien. Das erleichtert es, Lücken in der Recherche zu erkennen und gezielt nachzuarbeiten. Klicken Sie dazu unten rechts im Chatfenster auf „Mind Map erstellen“.
Das war das KI-Briefing Nummer 99. Mitarbeit: Luisa Bomke, Lina Knees, Juraj Rosenberger (Grafik). Wenn Sie auch nächste Woche wieder mitlesen wollen, abonnieren Sie das KI-Briefing am besten als Newsletter.