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USATrump erwog Aufspaltung von Nvidia – darum tat er es nicht

Nvidia ist der wertvollste Konzern der Welt und dominiert den boomenden Markt für KI-Chips. Um den Wettbewerb zu erhöhen, plante Präsident Donald Trump offenbar einen weitreichenden Schritt.Sarah Sendner, Philipp Alvares de Souza Soares 24.07.2025 - 01:30 Uhr Artikel anhören
Donald Trump: Der US-Präsident stellte die KI-Agenda seiner Regierung vor. Foto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

New York, Palo Alto. US-Präsident Donald Trump hat eigenen Aussagen zufolge die Aufspaltung von Nvidia erwogen, um den Wettbewerb unter den KI-Chipherstellern in den USA zu erhöhen. „Ich sagte: Schau mal, wir spalten das Ding auf ... bis mir die Fakten klar wurden“, sagte Trump am Mittwoch in Washington.

Gemeint war die Erkenntnis, dass eine Aufspaltung „sehr schwierig“ sein würde und die Firma einen großen Vorsprung vor ihren Wettbewerbern habe. Deswegen habe er schließlich von der Idee abgelassen, erläuterte der US-Präsident.

Die Bemerkungen fielen auf einem Gipfeltreffen zur Förderung von Künstlicher Intelligenz (KI) mit Vertretern der Tech-Industrie. Trump hatte dort zuvor die KI-Agenda seiner Regierung vorgestellt. Sie setzt gleichzeitig auf Technologievielfalt und die globale Dominanz von US-Konzernen. Trump will außerdem den Bau von Rechenzentren erleichtern.

Nvidia-CEO Jensen Huang und Donald Trump pflegten zuletzt exzellente Beziehungen. Nvidia war in den vergangenen Monaten und Jahren häufig von Regelungen betroffen, die den Export von KI-Chips ins Ausland beschränken. Huang war es zuletzt jedoch gelungen, die US-Regierung von den eigenen Positionen zu überzeugen.

Kolumne „Trump Watch“

Der neue Lieblings-CEO des Präsidenten

So trafen sich Huang und Trump vergangene Woche im Weißen Haus – kurz darauf verkündete Nvidia, seine H20-KI-Chips nun wieder nach China exportieren zu dürfen. Für den Konzern war es ein unerwarteter und wichtiger Erfolg, der den Umsatz allein in diesem Jahr um mehrere Milliarden Dollar erhöhen dürfte.

In seiner Rede auf dem KI-Gipfel am Mittwoch betonte Trump erneut seine Anerkennung für Huang, der im Publikum saß. Der Nvidia-CEO hatte zuvor auch den Präsidenten umschmeichelt. Der „einzigartige Vorteil der USA“ sei, dass „kein anderes Land einen Präsidenten Trump haben kann“.

Nvidia spielt für die Handelsstrategie der USA eine zentrale Rolle. So nutzte die Regierung kürzlich das Monopol des Konzerns für sogenannte GPU-Chips – die zur KI-Entwicklung benötigt werden – dazu, den Rivalen China unter Druck zu setzen. Der Chiphersteller aus Kalifornien war zu Beginn des Monats das erste Unternehmen, das eine Marktkapitalisierung von vier Billionen US-Dollar erzielte.

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Mit Material von Bloomberg.

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