Digitaler Gesundheitsmarkt: Investoren legen neue Fonds auf – trotz Krise
Der Risikoinvestor Earlybird investiert verstärkt in europäische Gesundheits-Start-ups.
Foto: dpaKöln. Die Zeiten des lockeren Geldes für Tech-Start-ups sind vorbei. Übertrafen sich die Kapitalgeber in den letzten Jahren mit immer höheren Investments, sorgen Inflation, höhere Zinsen und geopolitische Spannungen für Abkühlung.
Zahlen liefert das Analysehaus Pitchbook: In den ersten drei Monaten des Jahres sind die globalen Investitionen in Tech-Start-ups im Vergleich zum Vorquartal um 26 Prozent zurückgegangen, von 10,3 Milliarden US-Dollar auf 8 Milliarden US-Dollar. Auch erste deutsche Digital-Health-Start-ups verlieren Geldgeber und müssen ihren Betrieb einstellen. Dennoch sehen Investoren den Gesundheitsmarkt als robust an und legen neue Fonds auf.
So hat das Münchner Venture-Capital-Unternehmen Wellington Partners erst vor drei Jahren das Closing eines Fonds in Höhe von 210 Millionen Euro bekannt gegeben. Nun wurde ein neuer Fonds aufgelegt, dessen Budget noch größer ist, verrät Rainer Strohmenger, Managing Partner bei Wellington. Details darf er aus rechtlichen Gründen nicht nennen, aber er versichert in diesem Jahr ebenso viel Geld für Digital Health auszugeben, wie im vergangenen: „Wir investieren sehr selektiv, das machen wir seit 1999 so.“