ePA: Hunderte Praxen befüllen elektronische Patientenakte
Ein Facharzt arbeitet mit einer elektronischen Patientenakte, die ein E-Rezept zeigt.
Foto: dpaDüsseldorf. Der Zeitplan für die elektronische Patientenakte (ePA) ist sportlich. Ab 2025 soll die Mehrheit aller Versicherten hierzulande eine elektronische Akte haben und diese auch nutzen. Eine derart umfassende und repräsentative Sammlung von Versorgungsdaten gibt es bislang nicht; sie könnte auch für die Forschung interessant werden. Der Entwurf des Gesundheitsdatennutzungsgesetzes sieht einen Zugang vor.
Übermittelt werden sollen die Daten aus der ePA an das Forschungsdatenzentrum, das beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte angesiedelt ist. Insbesondere vom Opt-out-Verfahren erhofft die Bundesregierung sich, dass möglichst viele Menschen eine ePA haben werden. Dieses Verfahren bedeutet, dass für jeden Versicherten automatisch eine ePA angelegt wird, wenn dieser nicht aktiv widerspricht. In einer Fachanhörung zum Gesetzentwurf forderten Verbraucherschützer jüngst eine leicht verständliche Widerspruchsmöglichkeit für die Versicherten.
Doch noch sind die Pläne Zukunftsmusik. Wie steht es aktuell um die Verbreitung und Nutzung der ePA? Lediglich das TI-Dashboard der nationalen Gesundheitsagentur Gematik liefert konkrete Zahlen dazu: Rund 750.000 aktive E-Akten gibt es demzufolge derzeit in der Republik (Stand 16. August 2023). Insider berichten davon, dass sie keine Vorteile für Patienten und Ärzte hat, weil lediglich PDF-Dokumente eingestellt werden können. Recherchen von Handelsblatt Inside bestätigen die Annahme teilweise: Nur wenige Arztpraxen nutzen die ePA.