EU-Projekt: Europäisches Netzwerk für Krebsinformationen
Berlin. Das Berlin Institute of Health in der Charité (BIH) koordiniert das neue EU-Forschungsprojekt „EU-Cip“, das mit zwölf Millionen Euro aus dem Horizon-Europe-Programm gefördert wird. Wie das BIH mitteilt, wird damit erstmals ein europäisches Netzwerk für evidenzbasierte, verständliche und patientennahe Krebsinformationen aufgebaut. Als Teil des „European Cancer Patient Digital Centre“ (ECPDC) soll EU-Cip die Gesundheitskompetenz stärken und den Zugang zu Informationen zur Krebsversorgung europaweit verbessern.
Unter Leitung von Roland Eils, dem Gründungsdirektor des Zentrums für Digitale Gesundheit am BIH, vereint das Projekt 40 Partner aus 18 Ländern – darunter Patientenorganisationen, Forschungseinrichtungen und Technologiepartner. Geplant ist eine modulare Plattform mit geprüften Inhalten, die kontinuierlich aktualisiert und in mehreren Sprachen bereitgestellt werden. Auch KI-gestützte Services wie ein multilingualer Chatbot sind vorgesehen.
In Deutschland ist unter anderem der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) beteiligt. Auch Patienten, Bürgerinnen und Bürger sowie Fachleute werden eingebunden.