Künstliche Intelligenz: KI-Turbo für Entwicklung von Arzneimitteln
Große Effekte von generativer KI werden im Bereich der Grundlagenforschung erwartet. Riesige Datensätze von Patientendaten können dank KI nach neuen Wirkmechanismen durchsucht werden.
Foto: IMAGO / ShotshopKöln. ChatGPT ist derzeit für die Börse und Investoren ein großes Thema, und zwar nicht nur, weil Chiphersteller wie Nvidia Rekordbewertungen an der Börse erzielen. Auch in der Pharma- und Biotechbranche beschäftigen sich Banken, Fondsgesellschaften und Analysten verstärkt mit den Chancen von generativer KI und großen Sprachmodellen für die Arzneimittelentwicklung.
Denn der Erfolg in der Entwicklung beeinflusst die Bewertungen börsennotierte Biotechunternehmen entscheidend. Auch wenn der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in diesem Bereich noch ganz am Anfang steht, gehen viele Experten von einem substanziellen Einfluss auf die Branche aus.
„Wir sind davon überzeugt, dass sich mit modernen Analysen in Zukunft vor allem in Indikationen wie Onkologie signifikante Fortschritte erzielen lassen“, sagt beispielsweise Samuel Croset, Data Scientist bei der Schweizer Biotechnologie-Investmentgesellschaft BB Biotech AG. Denn hier seien große Mengen an Patienten- und allgemeinen globalen Daten verfügbar, mit denen sich Produkte mit dem besten Wirkprofil und Patienten, die besonders gut auf einen Wirkstoff ansprechen, identifizieren ließen, so der Experte.