Start-up Limedix: Eine Sprach-App „für alle Kinder”
Die Mitgründerin von Limedix.
Foto: HandelsblattMünchen. Vor zehn Jahren kam den beiden Sprachtherapeutinnen Mona Späth und Hanna Jakob im Sizilienurlaub eine Idee, die zur Gründung ihrer Firma Limedix führte. Beide arbeiteten zu diesem Zeitpunkt als Sprachtherapeutinnen und zudem in einer Forschungsgruppe der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Späth und Jakob suchten nach einer digitalen Lösung für Menschen mit Aphasie, einer Sprachstörung, die in den meisten Fällen nach einem Schlaganfall auftritt.
„Bei meiner Arbeit in der Praxis erhielt ich ein Tablet. Es gab aber keine Apps, die man darauf nutzen konnte. Wir haben da eine Versorgungslücke erkannt“, sagte Gründerin Mona Späth gegenüber Handelsblatt Inside. Die neolexon-App für Aphasie ist das Ausgründungsprojekt der LMU und kam 2018 auf den Markt. Seit Februar 2022 ist sie vorläufig als digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) gelistet. Die Kosten werden somit von den Krankenkassen getragen.
2019 launchte Limedix zudem eine Artikulations-App für Kinder mit logopädischen Problemen. Dazu gehören Artikulationsstörungen wie beispielsweise Lispeln.
Start-up Limedix setzt auf Zusammenarbeit mit Krankenkassen
Die App hieß zunächst Neolino, mittlerweile ist sie als neolexon Artikulationsstörung im App-Store erhältlich. Sie kann bei Kindern zwischen drei und sieben Jahren spielerisch und therapiebegleitend eingesetzt werden. Eine DiGA ist die zweite neolexon-App allerdings nicht. Die Kostenübernahme erfolgt laut Späth über Selektivverträge mit aktuell 78 Krankenkassen.