Telemedizin: Hilfe für medizinisches Fachpersonal aus der Ferne
Ärzte können sich künftig über Ländergrenzen hinweg über Telemedizin beraten.
Foto: dapdDüsseldorf/ Köln. Hamburg hat sein erstes Telemedizinzentrum (TMZ) eröffnet. Dahinter steckt die Klinikgruppe Asklepios. Etwa 21 Ärzte werten von nun an Daten von Patienten aus und beraten sie oder ihren Hausarzt im Notfall per Videochat. Der Wettbewerb in der Telemedizin-Branche wird härter, denn immer mehr große Einrichtungen gründen Zentren.
In Hamburg konzentriert man sich auf Patienten mit einer Herzschwäche: Über ein intelligentes Medizinprodukt, wie ein EKG-Messgerät, werden Daten an das TMZ gesendet. Im Schichtbetrieb werten Klinikärzte sie aus.
Angesiedelt ist das Zentrum an die Klinik Nord. Sobald es eine Auffälligkeit gibt, melden sich die Asklepios-Ärzte bei dem behandelnden Arzt mit einer Therapieempfehlung.„Ist der Arzt einverstanden, kontaktieren wir den Patienten und fragen zum Beispiel gefährlich Symptome ab, etwa, ob er schlechter Luft bekommt“, erklärt Songül Secer, Leiterin des Asklepios-TMZ.
Alexander Ghanem ist Leiter der Kardiologie an der Klinik Nord: „Wir möchten die Herz-Diagnostik aus den Praxen und Krankenhäusern erweitern und verlagern diese in die Wohnzimmer und in den Alltag unserer Patienten und Patientinnen“, sagt er.