Umfrage: Welche Anbieter von Gesundheits-Apps sind vertrauenswürdig?
Therapiebegleiter und digitale Gesundheitsanwendungen werden für SHS Capital im Fokus stehen.
Foto: imago images/Cavan ImagesKöln. Die Zahlungsbereitschaft für Gesundheits-Apps ist hierzulande gering. Das zeigt eine Umfrage der Schweizer Unternehmensberatung Zühlke, die Handelsblatt Inside vorab vorliegt. Das Unternehmen befragte Anfang des Jahres 1000 Menschen in Deutschland per Onlinefragebogen. Die Mehrheit der Befragten (55 Prozent) gab an, für eine Gesundheits-App nichts bezahlen zu wollen. Ein Viertel war bereit, bis zu zehn Euro im Monat zu bezahlen. Mehr als 30 Euro pro Monat würden nur zwei Prozent der Befragten ausgeben.
Für Anbieter gibt es verschiedene Möglichkeiten, die geringe Zahlungsbereitschaft der Menschen in Deutschland zu umschiffen, etwa durch Selektivverträge mit einer Krankenkasse oder durch die Zertifizierung der eigenen App als digitale Gesundheitsanwendung (DiGA). In beiden Fällen zahlt die Krankenkasse für die App, der Versicherte kann sie dann kostenlos nutzen. Doch von wem wollen die Menschen in Deutschland ihre Gesundheits-App beziehen? Auch diese Frage wurde den Teilnehmern der Zühlke-Umfrage gestellt.
Die meisten Befragten nannten die Krankenkassen als bevorzugten Anbieter. Auch Krankenhäuser gelten als vertrauenswürdig. Apps von Start-ups und Pharmaunternehmen sehen die meisten Befragten hingegen eher kritisch. Basierend auf diesen Umfrageergebnissen profitieren Hersteller von Gesundheits-Apps bei Selektivverträgen also doppelt.