US-Studie: Diabetestools - Nutzen fraglich, Kosten steigen
Laut einer US-Studie verbesserten neue Technologien für Patienten mit Diabetes kaum ihre Gesundheit.
Foto: dpaDüsseldorf. In den vergangenen Tagen sorgte eine US-Studie in Fachkreisen für Aufsehen. Das New Yorker Peterson Health Technology Institute analysierte Technologien für Patienten mit Diabetes. Ihr Fazit: Die Anwendungen verbessern die Gesundheit von Patienten kaum, dafür steigen die Ausgaben für solche Technologien.
Die Experten untersuchten acht Anwendungen – einige zur Fernüberwachung, andere zur Änderung des Lebensstils. Die Senkung des „HbA1c-Wertes“ war das entscheidende Kriterium dafür, ob eine Technologie nützlich ist oder nicht. Der HbA1c-Wert gibt an, wie hoch der Blutzucker in den letzten drei Monaten war. Die Anwendungen erreichten eine Senkung um 0,23 bis 0,60 Prozent. Der Blutzucker sollte um 0,50 Prozent sinken, damit Ärzte die Behandlung als Verbesserung bewerten.
Gleichzeitig werfen die Autoren einen Blick auf die Gesundheitsausgaben für diese Technologien. Für die Fernüberwachung könnten die jährlichen Ausgaben für Patienten - abhängig von ihrer Versicherung – auf bis zu 2002 US-Dollar steigen. Für Anwendungen zur Verhaltens- und Lebensstilmodifikation auf bis zu 484 US-Dollar.